1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

„Alle Mannschaftsteile haben versagt“:

0:4-Heimpleite gegen Eintracht Altwiedermus!

Unglaublich, unfassbar. Da empfängt der FC Hanau 93 als in 17 Punktspielen ungeschlagener Tabellenführer das Liga-Schlusslicht SV Eintracht Altwiedermus, das bis dahin auswärts nur ein Remis zustande gebracht hatte, und handelt sich sensationell ein 0:4 auf der heimischen Heinrich-Sonnrein-Sportanlage ein! Schwacher Trost, dass auch die Verfolger Federn lassen mussten und der Vorsprung auf das Trio Rot-Weiß Walldorf, SC 1960 Hanau und Germania Ober-Roden so weiterhin komfortable neun Punkte beträgt.

Slavisa Dacic gilt als außergewöhnlich besonnener und ruhiger Vertreter der Trainerzunft. In der Pressekonferenz im Anschluss an das Spiel fand er jedoch Worte, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließen. „Slavo“ redete nichts schön, sprach vom „Versagen aller Mannschaftsteile“ und davon, dass es dafür kein Alibi und keine Ausreden gäbe. Man sei offenbar mit dem Gedanken auf den Platz gegangen, die drei Punkte schon in der Tasche zu haben…

Kaum hatte der Uhrzeiger drei Runden seit dem Anpfiff von Schiedsrichter Ebert gedreht, da gab es bereits den ersten Warnschuss- Nikola Andrejic tauchte frei vor Alexander Neubauer auf, doch der behielt im 1:1 die Oberhand. Das schien aber niemand im HFC-Dress so richtig ernst zu nehmen; folgerichtig nur 120 Sekunden später das 0:1, als ein Diagonalball auf Kenan Oelmez gespielt wurde, weit und breit kein Gegenspieler in Sicht war und die Nr. 21 der Gäste den Führungstreffer markieren konnte.

Zweimal hätte es danach zum Ausgleich kommen können, doch ein Anspiel auf Mannschaftskapitän Kahraman Damar geriet etwas zu steil und eine Hereingabe von Sascha Ries fand keinen Abnehmer. Die 93er waren jetzt also am Drücker, vernachlässigten jedoch im Anschluss an eine Ecke die Absicherung nach hinten- ab ging die Post, schneller Konter der Eintracht und das 0:2 nach 20 Minuten.

Kurz nachdem Feta Suljic mit einem Seitfallzieher nach Amani-Flanke die bis dahin beste HFC-Chance hatte, wurden Mittelfeld und Abwehr der Gastgeber ein weiteres Mal schnell überlaufen; das 0:3 durch Leroy Ennoch Ennin war fast eine Dublette des vorherigen Gegentores. Auch ein Damar-Freistoß aus 18 Metern Torentfernung kurz vor der Halbzeitpause brachte nichts Zählbares.

Feta Suljics Chance kurz nach Wiederbeginn hätte vielleicht eine Wende einläuten können, doch er scheiterte an Gästekeeper Philipp Wolf. Auch als Kahraman Damar in Minute 64 in aussichtsreicher Position im Strafraum zu Fall gebracht wurde, wäre eventuell noch etwas gegangen, doch Schiri Ebert ließ weiterspielen. So machte wenig später der eingewechselte Patrick Hillemann „den Deckel drauf“, als die weit aufgerückte HFC-Defensive ein weiteres Mal einem schnellen Konter nur hinterherlief, man noch zwei Schussversuche abblocken konnte, doch dann den finalen Knockout kassierte.

Unverdrossen bemühten sich die 93er noch um eine Resultatsverbesserung, doch Khaibar Amani scheiterte mit einem abgefälschten Schuss an Wolf und Christoph Prümms Kopfball wurde gleichfalls per Kopf von Dominik Stenger für seinen bereits geschlagenen Torhüter aus dem Winkel befördert- an diesem Tag wollte dem Spitzenreiter einfach nichts gelingen.

Vor dem letzten Punktspiel 2018 gegen Rotweiß Frankfurt am kommenden Samstag (1. 12.) geht es nun darum, das Spiel selbstkritisch und schonungslos zu analysieren und daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Mannschaft erspielt sich derzeit zu wenige klare Torchancen, und sie hat ein Problem bei schnellen Kontern der gegnerischen Teams; da müssen die Absicherung und die Rückwärtsbewegung nach Ballverlusten dringend verbessert werden.

Eines darf jetzt aber keineswegs passieren- und das wird es mit Sicherheit auch nicht: Dass die bislang großartig verlaufenen Verbandsliga-Saison wegen eines komplett in die Hose gegangenen Spiels in Frage gestellt wird. Ein Blick auf die Tabelle zeigt sehr schnell, wer noch immer die Nr. 1 ist. Am 1. Dezember muss jedoch auch eine Jetzt-erst-recht-Reaktion der Mannschaft her, die ihrem Publikum und auch sich selbst eine Wiedergutmachung schuldig ist. Schließlich soll im Anschluss an das Spiel gegen Rotweiß Frankfurt ja auch noch die 93er-Weihnachtsfeier steigen…

Unsere Aufstellung: Alexander Neubauer, Sascha Ries, Christoph Prümm, Enis Muratoglu (35. Michel Gschwender), Daniyel Cimen, Tolga Talha Ünal (75. Felix Wissel), Tim Fließ, Ilker Bicakci (46.Ahmad Raafat), Kahraman Damar, Feta Suljic, Khaibar Amani.

                                         

Tore: 0:1 (5.) Kenan Oelmez, 0:2 (20.) Nikola Andrejic, 0:3 (33.) Leroy Ennoch Ennin, 0:4 (66.) Patrick Hillemann.

Schiedsrichter: Felix Ebert (Alsfeld). Assistenten: Simon Bäcker, Dominik Simon.

Zuschauer: ca. 130.

Besondere Vorkommnisse: keine (außer Spielverlauf und –ausgang).

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