1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Bei Hitze kühlen Kopf bewahrt:

93er gewinnen 4:2 in Nidda!

Hochsommer im April? Gibt’s, bei nahezu 30 Grad Celsius. 4:2-Auswärtssieg nach starker zweiter Halbzeit? Die 93er haben’s gepackt. Der 3. Tabellenplatz in der Verbandsliga? Den hat Hanau 93 gefestigt, hat mit Viktoria Nidda einen unmittelbaren Kontrahenten erst einmal abgeschüttelt. Und auch der SC 1960 Hanau, der unter der Woche noch Ambitionen auf Platz 3 kundgetan hatte, musste einen Rückschlag hinnehmen, kam gegen Germania Ober-Roden im Herbert-Dröse-Stadion mit einem in dieser Höhe mehr als nur überraschenden 0:7 furchtbar unter die Räder.

In Nidda agierten beide Teams zunächst sehr vorsichtig. Der HFC musste, bedingt durch den Ausfall sowohl von Christian Fischer als auch von Mustafa Saniyeoglu, einmal mehr umstellen und sich taktisch neu ausrichten. Elmir Sekeric rückte in der Viererkette auf die linke Außenbahn, im Mittelfeld agierte überraschend Ahmed Raafat vom Anpfiff an, und als Sturmspitzen versuchten sich abwechselnd Kahraman Damar und Ilker Bicakci. Die gastgebende Viktoria ließ das Spiel und den Gast auf sich zukommen, stand tief und hoffte auf Konterchancen über den pfeilschnellen Goalgetter Noah Michel. Vorweg: Das Konzept von Nidda ging nur in der 1. Halbzeit auf; das der 93er trug über die gesamte Spielzeit.

Wobei Hanau 93 bereits im ersten Durchgang ein Chancenplus hatte. Michael Fink, Patrick Gischewski und praktisch die ganze Abteilung Attacke mit einer Kopfball-Serie hatten Treffer bereits vor Augen, doch nur Ilker Bicakci nach glänzender Vorarbeit von Enrico di Natale und Kahraman Damar traf einmal ins Schwarze (28.). Davor und danach hatte Nidda zwei Torchancen durch schnelle Konter, und die führten dann auch prompt zu Gegentreffern.

Nach dem Seitenwechsel dominierte der HFC dann immer eindeutiger, zumal der Viktoria, die noch am Donnerstag ein Nachholspiel hatte, offenbar zunehmend die Körner ausgingen. Die Einschussmöglichkeiten für die Gäste häuften sich, und so war der Ausgleich durch Mannschaftskapitän Kahraman Damar nach feinem Pass von Michael Fink die logische Folge (54.). Eine Viertelstunde später verwertete Michael Fink eine Ecke von Patrick Gischewski zur erstmaligen Hanauer Führung.

Den einmal mehr sehr zahlreich mitgereisten 93-Fans stockte nur einmal noch der Atem, als Jens Westenberger in der 89. Minute einen Weitschuss per Glanzparade entschärfen musste. Zu diesem Zeitpunkt hätte 93 eigentlich die Partie längst „im Sack“ haben müssen, doch beste Konterchancen gegen die nun aufgerückten Wetterauer blieben ungenutzt oder wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. So wurde auf Hanauer Seite nicht nur wegen der hohen Temperaturen bis zum Ende geschwitzt- der Käpt’n ließ alle bis zur vierten Minute der Nachspielzeit warten, ehe er einen Konter mit dem alles entscheidenden vierten Treffer abschloss. Der souverän leitende Schiedsrichter Jeffrey Euchler pfiff die Begegnung danach nicht mehr an.

Hanau 93 hat seine kleine Ergebniskrise und Torflaute der letzten Wochen auf sehr eindrucksvolle Art und Weise beendet; vor allem die zweite Halbzeit brachte eine klare Leistungssteigerung. Die Mannschaft hatte keinen Schwachpunkt; der eine oder andere Fehlpass war sicherlich der Hitze ebenso geschuldet wie der Tatsache, dass das Team in den letzten Spielen wegen des Fehlens mehrerer Akteure immer wieder umgebaut werden musste. In Nidda war aber auch wieder einmal ein starker Siegeswille zu spüren, mit dem die Mannschaft auch einen zweimaligen Rückstand überwinden und die Partie schlussendlich zu ihren Gunsten drehen konnte.

Fünf Punktspiele stehen noch aus, dazu ein oder zwei Matches im Kreispokal- wenn das Team von Slavisa Dacic und Christoph Prümm dieses Restprogramm ebenso engagiert in Angriff nimmt wie das Spiel in Nidda, dann wird die sehr gute Saison 2017/2018 sicher in den nächsten Wochen noch vergoldet und veredelt.

Unsere Aufstellung: Jens Westenberger, Enrico di Natale (46. Dennis Gogol), Christoph Prümm, Daniyel Cimen, Elmir Sekeric, Michael Fink, Tolga Talha Ünal (90. Adrian Bothor), Ahmed Raafat, Patrick Gischewski, Kahraman Damar, Ilker Bicakci.

Tore: 1:0 (20.) Jannik Jung, 1:1 (28.) Ilker Bicakci, 2:1 (40.) Noah Michel, 2:2 (54.) Daniyel Cimen, 2:3 (69.) Michael Fink, 2:4 (94.) Kahraman Damar.

Schiedsrichter: Jeffrey Euchler (Schlüchtern). Assistenten: Markus Dinnebier, Bilal Koc.

Zuschauer: ca. 200.

Besondere Vorkommnisse: keine.

Nidda

 

 

 

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