1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Das Eisen schmieden, weil es jetzt so schön heiß ist:

93er empfangen im Stadtderby Türk Gücü Hanau!

Der letzte Spieltag war wie gemalt für Hanau 93. Selbst einen sicheren 3:0-Auswärtssieg beim SV Pfaffenhausen eingefahren, und die nächsten Verfolger, JSK Rodgau und der FSV Bischofsheim, gaben Punkte ab. Daher kann die Devise am Sonntag, 19. März 2017, 15 uhr an der Kastanienallee nur lauten: Das Eisen ist heiß, die Konstellation ist günstig- jetzt lasst uns diesen Vorteil nicht mehr aus der Hand geben!

Ein Lokalderby ist jedoch immer von besonderer Brisanz. Hinzu kommt, dass auf Seiten von Türk Gücü Hanau alte Bekannte agieren: Spielertrainer Blerim Petrovci, Torwart Burak Tok und dazu noch „ourveryspecialfriend“ Michele Moscelli. Für Spannung und Zündstoff wird also reichlich gesorgt sein.

Unser Sonntags-Gast hat sich bislang als Aufsteiger in der Gruppenliga sehr achtbar geschlagen. Durch das 1:0 gegen die SG Marköbel am vergangenen Sonntag konnte Türk Gücü die unmittelbare Abstiegszone erst einmal verlassen. Aktuell: Rang 11 mit 25 Punkten (93 auf Platz1 mit 50 Punkten). Das Torverhältnis von 31:37 ist negativ; die Auswärtsbilanz mit je drei Siegen, Unentschieden und Niederlagen bei 21:20 Toren ausgeglichen. In der Vorrunde siegte der HFC auf der Rudi-Völler-Sportanlage mit 3:1, schaffte die Entscheidung zu seinen Gunsten aber erst in der letzten halben Stunde- es war ein enges Match, wenn auch noch in jener Frühphase der Saison, als die 93er personell buchstäblich „auf dem Zahnfleisch“ gingen und zahlreiche, durch Verletzungen bedingte Ausfälle zu beklagen hatten.

Am Sonntag werden die Voraussetzungen sicher etwas anders sein, denn bis auf den noch Rot-gesperrten Sascha Ries und eventuell den seit längerer Zeit an einer Fußverletzung laborierenden Larry Ransom können die 93er auf den vollständigen Kader zurückgreifen. Die gute und richtige Mischung aus Routiniers und „jungen Wilden“ soll’s richten, und sie wird gegen den Lokalrivalen aus dem Tümpelgarten-Gebiet sicher auch beides brauchen: die Ruhe und Abgeklärtheit der erfahrenen Spieler ebenso wie die Beherztheit und Unbekümmertheit der jüngeren Akteure.

Auch wenn man zunächst auf die eigene Leistung schauen muss und will und darauf, zunächst einmal selbst die bevorstehende Aufgabe konzentriert und seriös zu bewältigen, so kann doch ein Blick auf die unmittelbare Konkurrenz nicht schaden. Alle drei aktuellen Rivalen im Kampf um die Tabellenspitze haben ebenfalls Heimspiele. Die JSK Rodgau empfängt den SV Pfaffenhausen; Viktoria Nidda genießt Heimrecht gegen die Kickers aus Obertshausen, und der FSV Bischofsheim hat mit dem zuletzt schwer gebeutelten VfR Kesselstadt sicher die leichteste Aufgabe vor der Brust. Mit Ausrutschern der Verfolger ist an diesem Wochenende wohl kaum zu rechnen- man sollte beim HFC also alles dafür tun, selbst im Stadtderby nicht auf Glatteis zu geraten.