1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Das Jahr der 93er:

Rückblick auf 2017!

Die Meisterschaft in der Gruppenliga Frankfurt-Ost, Saison 2016/17, gegen starke Konkurrenz errungen. Damit den Aufstieg in die Verbandsliga Hessen-Süd geschafft. Der FC Hanau 93 gehört damit erstmals seit rund 30 Jahren wieder Hessens zweithöchster Amateurliga an. Und als Neuling vom Start weg immer in der oberen Tabellenhälfte vorzufinden, zu keiner Zeit in der Nähe der Abstiegszone, am Ende des Jahres zur Winterpause ein starker 5. Tabellenplatz bei 32 Punkten auf dem Konto, in Hanau und Umgebung endlich wieder die Nr. 1- man kann und darf, ja muss vielleicht sogar sagen: 2017 war das Jahr der 93er!

Dabei war vor Jahresfrist längst noch nicht alles klar, waren Meisterschaft und Aufstieg längst noch nicht in den oft so genannten „trockenen Tüchern“. Mit dem neuen Jügesheimer Großverein JSK Rodgau lag ein Konkurrent praktisch gleichauf, mit Viktoria Nidda lauerte ein starker Verfolger im Hintergrund auf Ausrutscher des Führungsduos. Dazu die „alle-Jahre-wieder-Ungewissheit“, wie man nach rund drei Monaten Winterpause wohl aus den Startlöchern kommen würde.

Es sollte sich jedoch im Laufe der Rest-Saison in der Gruppenliga zeigen, dass Hanau 93 einiges in die Waagschale werfen konnte, und dies alles gab am Ende auch den Ausschlag zu Gunsten von Hessens ältestem Fußballclub. Da war zunächst einmal die mannschaftliche Geschlossenheit. Die Truppe präsentierte sich Woche für Woche als verschworene Einheit, bei der alles dem Ziel „Meisterschaft“ untergeordnet wurde, und in der eine Kameradschaft herrschte (und auch weiterhin herrscht), die ihresgleichen sucht. Nächster Punkt: eine unglaubliche Moral, gepaart mit einem starken Selbstvertrauen. Nur so war es möglich, dass Spiele noch in den Schlussminuten umgebogen und für den HFC entschieden werden konnten. Als Beispiele seien genannt: Das 3:2 gegen Türk Gücü Hanau nach 0:2-Rückstand bis zur 80. Spielminute; das 3:3 gegen den FC Dietzenbach nach 1:3-Rückstand; und das 2:1 gegen den FC Hochstadt mit spätem Siegtor.

Es gab, über die gesamte Saison betrachtet, keinen Schwachpunkt in der Mannschaft. Aber es gab einen, dessen Stern besonders hell strahlte und der mit seinen Top-Leistungen ganz entscheidend zum Gewinn der Meisterschaft und zum Aufstieg beitrug. Und er muss deshalb an dieser Stelle dementsprechend gewürdigt werden. Man hat ihm vollkommen zu Recht den Beinamen „Fußballgott“ gegeben. Die Rede ist natürlich von Ervin Skela. Im November 2016 entschied er, wenige Tage nach seinem 40. Geburtstag, mit einem lupenreinen Hattrick das Topspiel gegen JSK Rodgau fast im Alleingang. Und in den Spielen des Jahres 2017 reihte er eine Topleistung an die andere, erzielte insgesamt (als Mittelfeldspieler!) 19 Tore und legte außerdem noch mehrmals für seine Mitspieler zu weiteren Treffern auf. Ervin, Du hast Dir mit diesen Leistungen in der 93er-Ahnengalerie großer Fußballer einen absoluten Ehrenplatz verdient und erworben! Diese Meisterschaft und dieser Aufstieg werden für immer mit dem Namen Ervin Skela verbunden sein und bleiben.

Nach der Meisterschaft ist vor der neuen Saison. Herausforderung Verbandsliga- für die Mannschaft, für das Trainerteam, für die sportliche Leitung, für die Vereinsführung. Man kann heute, zum Ausklang des Jahres 2017, sagen: Chapeau- Ihr habt das alles sehr, sehr gut gemacht! Die Sportliche Leitung, der es gelang, nahezu alle Spieler der Meisterschaftssaison 2016/17 zu halten und dazu den Kader gezielt zu verstärken. Wobei mit der Verpflichtung von Ex-Profi Michael Fink einmal mehr ein Riesen-Coup gelang- wie seine Ex-Kollegen von Eintracht Frankfurt, Ervin Skela und Daniyel Cimen, ein toller „Typ“ und ein Fußballer mit Herz, ohne jegliche Star-Allüren. Dann das Trainer-Team, das die Mannschaft professionell auf die neue Saison vorbereitete und die Neuen schnell ins Mannschaftsgefüge integrierte, menschlich wie sportlich. Die Mannschaft selbst, die die Herausforderung „Verbandsliga“ angenommen und mit Bravour bewältigt hat.

Die neue Spielzeit begann mit einem absoluten Knaller- dem Hanauer Stadtderby beim SC 1960 im Herbert-Dröse-Stadion. Eine geschickte Planung bei der Festsetzung des Termins und der Anstoßzeit war die Basis für eine Verbandsliga-Rekordkulisse von fast 1.500 Zuschauern. Die Zuschauer sahen ein rassiges Derby, bei dem 1960 zweimal führte, die 93er am Schluss aber den größeren Siegeswillen und auch die bessere Kondition hatten. Als in der 93. (!) Spielminute Mannschaftskapitän Kahraman Damar hinter der Mittellinie ein unwiderstehliches Solo übers halbe Spielfeld startete, dann Patrick Gischewski präzise bediente und dieser die Kugel per Flachschuss in die „lange Ecke“ pflanzte, bebte die 55 Jahre alte Sitztribüne im Herbert-Dröse-Stadion. Da kriege ich heute noch Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment zurückdenke…

Es folgten ein 1:1 gegen Mitaufsteiger Germania Ober-Roden (mit einem sensationell haltenden Jens Westenberger) sowie das 0:5 gegen den Ex-Hessenligisten Rot-Weiß Darmstadt. Anschließend zeigte das Team, wie man einen Rückschlag verarbeitet und Stehaufmännchen-Qualitäten beweist: Bei Rotweiß Frankfurt II wurde ein rauschender 6:1-Auswärtssieg eingefahren! Beginn einer Serie von 10 Spielen ohne Niederlage, die den HFC ganz dicht an Spitzenreiter FV Bad Vilbel heranführte; zeitweilig auf Tabellenplatz 2. Besonders in Erinnerung: das 5:1 gegen Hessenliga-Absteiger Viktoria Urberach (nach 0:1-Rückstand) sowie der hart erkämpfte 3:2-Auswärtssieg bei Sandzak Frankfurt mit einem bärenstarken Neuzugang Ilker Bicakci.

Sieben Punktspiele hatten die Terminplaner den 93ern im Oktober aufgeschrieben, und so war es eigentlich kein Wunder, dass der Mannschaft am Ende dieses Monats ein wenig „die Körner ausgingen“. Bei den Verbandsliga-Top-Teams Vatanspor Bad Homburg und Türk Gücü Friedberg gab es zwei Niederlagen (1:2 bzw. 1:3), doch schon mit dem 4:1 zu Hause gegen den FC Bensheim war die Lage wieder stabilisiert. Ärgerlich das 0:1 beim FC Alsbach nur eine Woche später, doch mit dem 3:2-Auswärtssieg bei Germania Ober-Roden am letzten Spieltag des Jahres 2017 war alles wieder im Lot. Das Jahresziel, von Giovanni Fallacara mit 30 Punkten ausgegeben, wurde sogar übertroffen (32), und vor allem die Gesamtleistung, wie sich die Mannschaft vom Start weg in der Verbandsliga präsentierte, muss mit Attributen wie „herausragend“ und „alle Erwartungen übertreffend“ charakterisiert werden.

Und auch hier müssen wieder einige Namen besonders erwähnt werden. Christian Fischer spielt bislang eine überragende Saison- bereits zur Winterpause hat unser Mittelstürmer 19 „Buden“ auf seinem Konto. Oder Tolga Talha Ünal, der im Mittelfeld nicht mehr wegzudenken ist und in seiner gesamten Entwicklung einen Riesenschritt nach vorne gemacht hat. Konstant auf hohem Niveau auch unsere beiden Außenbahn-Experten Sascha Ries und Adrian Bothor. Und bei Mannschaftskapitän Kahraman Damar, der übrigens im Meisterschaftsjahr ebenfalls 19mal einnetzte, hat man immer wieder das Gefühl, er könnte problemlos zweimal 90 Minuten laufen, ackern, kämpfen.

Ebenfalls sehr konditionsstark: die Supporters, die das Team unermüdlich anfeuern und die tolle Auswärtsreisen zusammen mit der Mannschaft im Bus organisiert haben, so z. B. an die Bergstraße nach Waldmichelbach und nach Alsbach. Da geht ein besonderer Dank an den Organisator und „Reiseleiter“ Rico Pietsch!

Allen, die an diesem exzellenten Fußballjahr für Hanau 93 beteiligt waren, sei an dieser Stelle zugerufen: Jungs, wir sind mega-stolz auf Euch und wir danken Euch für die starken Leistungen und Ergebnisse in 2017! Und ein besonderer Dank geht auch an dieser Stelle einmal mehr an den Vater all dessen, was in den letzten Jahren an der Kastanienallee aufgebaut und erreicht wurde, an Giovanni Fallacara. Seine Vision von drei Aufstiegen innerhalb von vier Jahren lebt. Wir stehen an der Schwelle zum Jubiläumsjahr 2018, wenn der 1. Hanauer Fußballclub 1893 e. V. 125 Jahre jung wird. Der dritte Aufstieg- das wäre der in die Hessenliga, in die „gut Stubb“ des hessischen Amateurfußballs. Dieser Jahresrückblick endet daher mit der Bitte und der Aufforderung an Giova, weiter mit und für Hanau 93 an der Erreichung dieses Ziels zu arbeiten. Forza HFC!!!

Jahresrückblick 2017

 

 

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