1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Einer eiskalten Effizienz unterlegen:

0:5-Niederlage beim FV Bad Vilbel!

Jürgen Hüge, Technik-Chef auf der Heinrich-Sonnrein-Sportanlage, brachte es unmittelbar nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Jetzt haben wir 5:0 verloren- und wissen nicht mal, warum!“ Man hätte auch sagen können: Ich glaub‘, ich bin im falschen Film. Denn um fünf Tore schlechter im Vergleich zum FV Bad Vilbel waren die 93er mit Sicherheit nicht.

Bei anhaltendem Regen, jedoch auf gut bespielbarem Rasenplatz legten zunächst die Gastgeber wie die Feuerwehr los. In der vierten Spielminute gelang ihnen ein Durchbruch über die linke Außenbahn; scharfe und flache Hereingabe- Nuh Uslu brauchte nur noch aus kurzer Distanz einzuschieben.

In der Folgezeit übernahm dann aber der HFC mehr und mehr das Kommando, frenetisch angefeuert von den zahlreich mitgereisten Fans, die tatsächlich das Auswärts- zum Heimspiel umfunktionierten. Das Trainergespann Slavisa Dacic/Christoph Prümm hatte eine sehr offensiv ausgerichtete Aufstellung gewählt, mit nur einem „Sechser“ vor der Viererkette (Michael Fink), davor eine fünfköpfige „Abteilung Attacke“, die zudem immer wieder durch die Außenverteidiger Adrian Bothor und Sascha Ries unterstützt wurden.

So entwickelte sich nun eine Partie auf hohem spielerischem Niveau, mit einem für die Verbandsliga enormen Tempo. In der 8. Spielminute zog Sascha Ries einen ersten Spurt übers halbe Spielfeld an, ließ die Gegenspieler wie Slalomstangen stehen und donnerte dann die Kugel von der Strafraumgrenze über den Bad Vilbeler Kasten. Wenige Minuten später forderten Spieler und Anhang von Hanau 93 vehement einen Strafstoß, als Mittelstürmer Christian Fischer nach einer Flanke von Kahraman Damar im Strafraum per Ellbogen-Check zu Fall gebracht wurde, doch Schiedsrichter Ballweg ließ weiterspielen. Auf der anderen Seite verhinderte Jens Westenberger gleich darauf mit tollem Reflex das 0:2. Und gleich wieder hinüber vors Bad Vilbeler Tor: Wieder Sololauf von Sascha Ries und wieder Schuss übers Tor, dabei zwei mitgelaufene und im Strafraum freistehende Mitspieler übersehen.

Weitere Chancen boten sich Sascha Ries (32.) nach einem weiteren Alleingang sowie Christian Fischer, dessen Kopfball auf Skela-Freistoß knapp das Tor verfehlte (35.). Bis dahin also ein deutliches Chancen-Plus bei Hanau 93, jedoch ohne zählbaren Erfolg.

Wie man buchstäblich aus nichts einen Treffer erzielt, demonstrierte dann der FV Bad Vilbel wenige Minuten vor der Halbzeitpause: Anspiel nach Linksaußen in stark abseitsverdächtiger Position, Hereingabe- und Zoran Djordjevic konnte, am langen Pfosten stehend, seelenruhig einschieben; alle Proteste der 93er halfen (natürlich) nichts, denn der Videobeweis hatte am Freitag Abend leider Ruhetag…

Nach dem Seitenwechsel nahm die Feldüberlegenheit der Gäste aus Hanau weiter zu, nagelte man Bad Vilbel minutenlang in deren eigener Hälfte fest. Die Badestädter standen nun sehr tief und lauerten, mit der Führung im Rücken, auf Konterchancen. Rund eine halbe Stunde lang mühte sich der HFC ab, doch es sprangen in dieser Phase keine nennenswerten Einschussmöglichkeiten heraus.

Besser machten es dann die an diesem Abend gnadenlos effizienten Hausherren. Mit einem Doppelschlag (75., 77.) entschieden sie das Spiel; in beiden Fällen wurden die Schüsse noch von Hanauer Abwehrspielern abgefälscht, so dass Jens Westenberger keine Chance zum Eingreifen mehr hatte. Es war einfach nur ein „gebrauchter Abend“…

Dennoch versuchten die 93er auch weiterhin alles, um zumindest etwas Ergebnis-Kosmetik zu betreiben, so Ilker Bicakci (81.), dessen Flanke knapp am Tor vorbeistrich oder Mannschaftskapitän Kahraman Damar, dessen Schuss abgefälscht wurde und so nur das Außennetz traf (83.). Stattdessen gar noch nach einem HFC-Ballverlust fünf Minuten vor dem Ende das 0:5.

Was sich als nacktes Ergebnis wie eine eindeutige Angelegenheit liest, war es, zumindest von den Spielanteilen, vom Ballbesitz und auch der Chancenverteilung zumindest im ersten Durchgang, keineswegs; da hätte das Verbandsliga-Topspiel durchaus auch einen anderen Verlauf nehmen können. Am Ende zählen aber nicht „wenn“ und „hätte“, sondern ausschließlich die erzielten Tore, wie auch immer sie im Einzelfall zustande gekommen waren. Und sie zählten ausschließlich für den „Meister der Effizienz“ aus Bad Vilbel.

Unsere Aufstellung: Jens Westenberger, Adrian Bothor, Christoph Prümm, Daniyel Cimen, Sascha Ries (68. Enrico di Natale), Michael Fink, Patrick Gischewski (46. Tolga Talha Ünal), Ervin Skela, Kahraman Damar, Ilker Bicakci Christian Fischer.


Tore: 1:0 (4.) Nuh Uslu, 2:0 und 3:0 (43. und 75.) Zoran Djordjevic, 4:0 (77.) Lukas Knell, 5:0 (86.) Dominik Emmel.

Schiedsrichter: Christian Ballweg (Dieburg). Assistenten: Christian Frühwein, Simon Kowalski.

Zuschauer: ca. 250.

Besondere Vorkommnisse: keine.

FV Bad Vilbel

 

 

 

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