1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Rückblick Saison 2016-17

Zeitweise ohne 14 und am Ende doch die Nr. 1:
93 beißt sich durch und stürmt an die Spitze!

Bitte stellen Sie sich einmal vor, in Ihrer Firma wäre mehr als die Hälfte der Belegschaft krank oder aus anderen Gründen verhindert. Wie würde der Laden dann wohl laufen? Genauso hat die Gruppenliga-Saison 2016/17 für den FC Hanau 93 begonnen: mit bis zu 14 (in Worten: vierzehn!) Ausfällen im Kader der 1. Mannschaft. Dass es in der Anfangsphase dieser Spielzeit mehrmals rumpelte und klemmte, ist da kein Wunder. Eher schon, dass sich unsere Mannschaft dennoch behauptete und mit großem Willen durchbiss- und dass am Ende des Spielbetriebs in diesem Jahr die Tabellenführung übernommen wurde!

Mit dem 3:1-Auftaktsieg gegen den Mitfavoriten Viktoria Nidda hatte alles so schön begonnen. Aber bereits in dieser Begegnung fehlte eine ganze Anzahl bewährter Stammkräfte. Noch schlimmer wurde es in Bischofsheim (0:0) sowie donnerstags abends bei KV Mühlheim (0:1); da spielte buchstäblich das letzte Aufgebot. Auch gegen Kickers Obertshausen reichte es genau zu 11 gesunden Spielern; auf der Auswechselbank nahmen ausschließlich Akteure der 2. Mannschaft sowie A-Junioren Platz. Dennoch hatte man den Gast von der anderen Mainseite jederzeit fest im Griff und siegte hochverdient mit 2:1.

Es folgte (bei großer Hitze) ein ungefährdetes 3:1 beim SV Somborn; 93 war zurück in der Erfolgsspur. Beim 5:1 gegen Aufsteiger SV Pfaffenhausen ging es eindeutig auch spielerisch aufwärts. Es folgte das Derby bei Türk Gücü Hanau. Immer noch war die Personaldecke so kurz und knapp, dass man in der 2. Halbzeit auf die angeschlagenen Ervin Skela, Daniyel Cimen und Ahmed Rafaat zurückgreifen musste. Allen dreien ist hoch anzurechnen, wie sie sich in den Dienst der Mannschaft stellten und entscheidend zum 3:1-Erfolg beitrugen.

„Englische Wochen“ konnten jedoch unter diesen (personellen) Umständen wirklich nicht unser Ding sein. Es ging mittwochs zur wieder erstarkten Niddaer Viktoria, und trotz großer Überlegenheit im ersten Durchgang wollte einfach kein Tor gelingen. Die Gastgeber erzielten es dafür in der zweiten Halbzeit und gingen als glücklicher Sieger vom Platz.

Nicht nur die Boxer sagen, dass nur der ein Champion wird, der nach einem Niederschlag wieder aufsteht und weitermacht. Das gilt auch für Fußballer und für die vom HFC ganz besonders. Es folgten der Heimsieg (2:0) gegen Sportfreunde Seligenstadt 2 und das 6:0 beim Vorjahres-Zweiten FC Dietzenbach; unser bislang höchster Saisonsieg. Danach war wieder „englische Woche“ und das ging (man ahnt es schon) einmal mehr schief. Der FSV Bischofsheim erwischte unter Flutlicht in Steinheim den perfekten Start mit einem frühen Führungstor, zeigte sein bis dahin bestes Saisonspiel und ging verdient als 3:1-Sieger vom Platz. Das hatte zuvor bereits Jerome Boos getan, der kurz vor Abpfiff wegen einer Einwurf-Entscheidung so vehement protestierte, dass er die bisher einzige Rote Karte für Hanau 93 entgegennehmen durfte.

Danach hätte es ein absolut goldener Oktober für die 93er werden können, wären da nicht die Spielverderber von Germania Klein-Krotzenburg gewesen, die sich mit sturer Defensiv-Taktik an der Kastanienallee ein 1:1-Remis ermauerten. Ansonsten gab es nur Siege: 2:1 gegen den VfRWenings; ein vor allem in der 2. Halbzeit mit starker Leistung erspieltes 3:1 im Derby beim FC Hochstadt (Erkenntnis: Es geht doch werktags unter Flutlicht- allerdings nach einem spielfreien Sonntag und mit inzwischen wieder entspannterer personeller Situation) und das nie gefährdete 3:0 gegen die SG Rosenhöhe Offenbach.

Auch der November wurde schließlich noch zum goldenen Monat- es wurden 12 Punkte (von 12 möglichen) eingefahren, bei 11:1 Toren. Es begann mit dem üblichen Hartplatz-Kick in Marköbel (1:0); es folgte die bedauerliche Spielabsage beim VfR Kesselstadt. Nun stand der (bisherige) Saison-Höhepunkt vor der Tür: das Duell mit dem bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer, der JSK Rodgau. Hanau 93 hatte sich seine beste Saisonleistung für den richtigen Termin aufgespart, ging mit unbändigem Siegeswillen in die Partie und mit einem Ervin Skela, der drei Tage nach seinem 40. Geburtstag allen bewies, dass er eigentlich höchstens 30 Jahre jung sein kann und wahrscheinlich ein fehlerhafter Eintrag in die Geburtsurkund vorgenommen wurde. Mit einem lupenreinen Hattrick im ersten Durchgang erlegte er die Gäste nahezu alleine, wobei der Treffer zum 3:0 sowohl ein Duplikat seines 5:0 in Dietzenbach als auch des legendären Treffers von Jay-Jay Okocha vor vielen Jahren gegen den KSC und Olli Kahn im Frankfurter Waldstadion war. Rund 300 Zuschauer jauchzten und jubelten über einen Treffer, wie ihn derzeit weit und breit wohl nur Ervin Skela erzielen kann.

4:1 hieß es am Ende, und das Resultat spiegelt sowohl den Spielverlauf als auch die Chancenverteilung ziemlich genau wider- ein auch in dieser Höhe absolut verdienter Sieg.

Zum guten Schluss wollte man gerne noch die Hinspiel-Niederlage gegen Kickers-Viktoria Mühlheim geraderücken, doch knapp drei Tage vor der Partie riefen die Gäste an und bekannten, am folgenden Sonntag keine „konkurrenzfähige Mannschaft“ aufbieten zu können. Da half auch der freundliche Hinweis unseres Sportlichen Leiters, dass auch 93 im Hinspiel mit dem letzten Aufgebot angetreten war, nichts- Mühlheim, das ja bereits seinen Rückzug aus der Gruppenliga zum Saisonende offiziell mitgeteilt hat, konnte oder wollte in Hanau nicht antreten und gab so die Punkte kampflos und mit 0:3 Toren ab. Da zugleich die JSK Rodgau und der VfR Kesselstadt sich auf eine Spielverlegung ins neue Jahr geeinigt hatten, übernahm Hanau 93 vor Beginn der Winterpause die Tabellenführung der Gruppenliga.

Wie sind die Perspektiven für 2017, für den Rest der Saison? Es wird wohl nur noch eine englische Woche geben- gut für uns. Gegen die drei Teams, gegen die wir in 2016 Niederlagen einstecken mussten, brauchen wir nicht mehr anzutreten- auch gut für uns. Darunter übrigens mit dem FSV Bischofsheim und Viktoria Nidda zwei Mitkonkurrenten im Aufstiegskampf. 2017 geht es los am Samstag, 25. Februar, um 14.30 Uhr beim mit Abstand stärksten Aufsteiger, Kickers Obertshausen. Da JSK Rodgau an diesem Spieltag aussetzt, eine gute Chance, gegenüber dem ärgsten Konkurrenten Boden gutzumachen. Weitere voraussichtlich schwierige Aufgaben erwarten uns am 23. April bei den Defensivkünstlern in Klein-Krotzenburg und anschließend donnerstags abends gegen den FC Hochstadt. Und Samstag, den 27. Mai 2017, sollten sich schon jetzt alle HFC-Fans dick und rot im Kalender anstreichen. Dann geht es zur JSK Rodgau. Spätestens nach diesem Topspiel werden wir alle wissen, wohin die Reise geht- direkt in die Verbandsliga? Oder in die Aufstiegs-Relegation? Oder… nein, über weitere Alternativen soll an dieser Stelle nicht einmal nachgedacht werden.

Wenn der geneigte Leser mich persönlich fragt: Ich prophezeie für diesen Spätnachmittag (Anpfiff um 17 Uhr) die eine oder andere Weißbierdusche und empfehle, rechtzeitig ein wenig Schampus kaltzustellen und mitzubringen. Und denkt an die Aktion zum Vorrunden-Spiel gegen Rodgau. Damals hieß es: „Jeder bringt 2 mit“. Am 27.5. heißt es: „Jeder nimmt 2 mit!“ Wir wollen doch nicht alleine feiern…

 

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