1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Wieder ein Krimi an der Kastanienallee-

3:3-Unentschieden nach 1:3-Rückstand!

Ob der FC Hanau 93 am Ende dieser Saison Meister und Aufsteiger sein wird, steht noch in den Sternen. Meister der Last-minute-Dramen ist man aber schon jetzt. Diesmal musste bis zur 94. Spielminute gezittert werden, bis wenigstens noch ein Unentschieden gerettet werden konnte. Da zeitgleich die JSK Rodgau den Minimalisten von Sportfreunde Seligenstadt II mit 0:1 unterlagen, genügte das Remis sogar zur Rückeroberung der Tabellenführung- bei Punktgleichheit zählt hier zuerst der direkte Vergleich (4:1-Sieg vom November 2016). Viktoria Nidda liegt nach dem 8:1-Sieg in Pfaffenhausen nur drei Punkte dahinter in Lauerstellung, während sich der FSV Bischofsheim nach dem 1:3 gegen den SV Somborn kaum noch Hoffnungen machen kann, ins Aufstiegsrennen einzugreifen (7 Zähler Rückstand auf Hanau und Rodgau).

Dietzenbach kam mit derselben Taktik wie die meisten gegnerischen Mannschaften im Verlaufe dieser Spielzeit: defensiv gut organisiert stehen und schnelle Konter fahren. Letzteres gelang den Gästen vor allem im ersten Durchgang mehrmals bestens; nahezu perfektes Umschaltspiel, steil, schnell, mit Zug zum Tor und Entschlossenheit beim Abschluss. So fielen die beiden Gegentreffer folgerichtig aus Hanauer Ballverlusten, für die sich schlussendlich Roland Paune und der Ex-93er YassirAttal „bedankten“.

Mit der Hereinnahme von Patrick Gischewski zum zweiten Durchgang gewann dann das Spiel der 93er an Dynamik; fehlerfrei blieb es jedoch nicht, und vor dem Tor wollte, wie schon vor Wochenfrist in Seligenstadt, einfach nichts gelingen. Den Bann brach dann Mannschaftskapitän Kahraman Damar mit einem trockenen Flachschuss aus halbrechter Position; vorausgegangen war eine Balleroberung des unermüdlich kämpfenden Christian Fischer, dem andererseits vor dem gegnerischen Kasten das Schusspech mehrmals am Stiefel klebte.

Wer geglaubt hatte, der Anschlusstreffer wäre das Signal zur Wende, wurde zunächst enttäuscht; vielmehr fiel zehn Minuten danach das 1:3, als HFC-Abwehr und –Torhüter eine flache Hereingabe von links nicht unterbinden konnten und YassirAttal erneut zur Stelle war.

Im Wechselbad der Gefühle war aber schon kurz danach wieder neue Hoffnung angesagt; Routinier Ervin Skela spitzelte trotz Vollversammlung im Dietzenbacher Strafraum die Kugel an Freund und Feind vorbei. Der Ball kullerte gemütlich an den linken Innenpfosten und schaffte es mit allerletzter Kraft auch noch über die Torlinie…

Es folgte ein permanentes Anrennen der 93er, die nie aufsteckten. Skela-Freistoß aus 25 Metern- drüber. Volleyschuss Skela- Oberkante Querbalken. Kopfball Prümm- gehalten. Weitschuss Gischewski- gehalten. Eine Eckballserie, zuletzt mit einer Kopfballchance für Pascal Herpich- daneben. Und in der vierten Minute der Nachspielzeit (insgesamt gab es deren fünf, wegen zahlreicher Unterbrechungen) dann eine sehenswerte Volley-Abnahme einer weiten Flanke durch Christoph Prümm, die halbhoch am rechten Pfosten unhaltbar einschlug; zumindest ein Punkt war doch noch gerettet. Glücklich, wegen des nimmermüden Anrennens und Fightens bis zur letzten Sekunde aber auch für Hanau 93 verdient.

Unsere Aufstellung: Jens Westenberger, Larry Ransom, Christoph Prümm, DaniyelCimen (37. Pascal Herpich), Jerome Boos, Ervin Skela, Tolga Talha Ünal (46. Patrick Gischewski), Kahraman Damar, Enrico di Natale (63. Ahmed Rafaat), Christian Fischer, Dennis Gogol.

Tore:0:1 (28.) Roland Pauna, 0:2 (42.) YassirAttal, 1:2 (55.) Kahraman Damar, 1:3 (65.) YassirAttal, 2:3 (67.) Ervin Skela, 3:3 (94.) Christoph Prümm.

Schiedsrichter: Daniel Kamnitzer (Eltville). Assistenten: Felix Horn, Yannick Mondani.

Zuschauer: ca.100.

Besondere Vorkommnisse: keine.

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