1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Das hatten sie nicht verdient:

1:3-Niederlage in Stadtallendorf!

Wieder eine starke Auswärts-Partie der 93er, diesmal aber ohne Happy-end: Insgesamt bot der HFC dem Ex-Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf über 90 Minuten Paroli, war ein gleichwertiger Gegner in einer sehr ansehnlichen und flotten Partie auf dem Kunstrasenplatz des Herrenwaldstadions. Auch bei den Einschussmöglichkeiten herrschte am Ende zumindest Gleichstand, doch die Punkte blieben in Mittelhessen.

Vor dem Anpfiff appellierten beide Teams und ihre Offiziellen an Fairness und Respekt im Fußballsport, vor allem gegenüber den Schiedsrichtern- aus gegebenem Anlass. Und gedachten zudem zusammen mit dem Publikum des vor 10 Jahren durch Selbsttötung verstorbenen Nationaltorwarts Robert Enke; zugleich wurde die Krankheit „Depression“ thematisiert und Hilfemöglichkeiten angesprochen.

Die Anfangsphase gehörte danach überraschenderweise den Gästen aus der Brüder-Grimm-Stadt, die sofort hellwach und konzentriert waren und die ersten flotten Spielzüge zeigten. So hatten sie auch gleich zwei Abschlusschancen durch Tim Franz, der jedoch in beiden Situationen nicht genug Druck auf den Ball bekam- Eintracht-Keeper Dusan Olujic konnte jeweils halten. Bereits in den ersten Minuten wurde Goalgetter Salvatore Bari, der krankheitsbedingt passen musste, auf Hanauer Seite schmerzlich vermisst.

Stadtallendorf nutzte hingegen schon seine erste Torchance zur Führung. Nach einer Ecke von rechts und einem Aufsetzer an die Querlatte köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Kevin Vidakovics die Kugel in die Maschen.

Nun waren die Gastgeber rund 25 Minuten spielbestimmend, doch die Defensive der 93er ließ kaum einmal eine Torchance zu, und alles andere wurde eine Beute des erneut sehr sicheren und starken Armend Brao.

Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte dann wieder dem HFC; Ljubisa Gavric prüfte Dusan Olujic mit einem Weitschuss, und kurz vor dem Pausenpfiff musste Armend Brao bei einem schnellen Konter der Eintracht sein ganzes Können aufbieten, um das vorentscheidende 0:2 zu verhindern.

Auch nach dem Wiederbeginn war Hanau 93 sofort „da“; Tim Franz mit einem schönen Schlenzer hatte den Ausgleich in der 47. Minute auf dem Fuß, konnte aber Stadtallendorfs Schlussmann erneut nicht bezwingen.

In der 54. Spielminute erhielt Tolga Talha Ünal von FIFA-Schiedsrichterin Katrin Rafalski die gelbe Karte- eine zu harte Entscheidung (mit Folgen), denn Tolga wollte den Ball wegschlagen, sah einen von hinten anlaufenden Gegenspieler nicht und traf diesen am Bein. Ein Freistoß war hier sicher berechtigt, die Verwarnung jedoch weit überzogen.

Wenig später das 2:0: Stadtallendorf hebelte mit einem Steilpass die gesamte HFC-Deckung aus, Jascha Döringer spitzelte den Ball an Armend Brao vorbei ins Hanauer Gehäuse.

Doch die 93er gaben keineswegs auf, drückten auf den Anschlusstreffer- und wurden mit Kahraman Damars Freistoß-Traumtor aus gut 25 Metern auch für ihre Moral und ihren Kampfeswillen belohnt (65.). Im Hanauer Lager keimte Hoffnung auf, den Nimbus der Unbesiegbarkeit auf fremden Plätzen auch im Mittelhessischen behaupten zu können.

Diese Hoffnung erhielt jedoch kurz darauf einen gehörigen Dämpfer. Man erinnere sich an die (mehr als harte) gelbe Karte gegen Tolga Talha Ünal; nun beging er ein Foul im Mittelfeld und sah prompt die „Ampelkarte“. Auf der Gegenseite war Frau Rafalski jedoch gnädiger: Felix Nolte hatte in der 39. Minute gelb gesehen, als er den an ihm vorbeistürmenden Dennis Gogol legte; bei einem weiteren Foulspiel in der 2. Halbzeit beließ es die Unparteiische bei einer Ermahnung. Dieses Fingerspitzengefühl hätte man sich von ihr auch im Falle Ünal gewünscht…

Selbst in Unterzahl hielten die 93er noch wacker mit und hatten, erneut durch Tim Franz, in der 77. eine dicke Ausgleichschance, doch seine Direktabnahme nach der Hereingabe von Sascha Ries rauschte knapp am „langen Pfosten“ vorbei.

Die Entscheidung fiel wenige Minuten vor Schluss, und erneut war es eine umstrittene Entscheidung der Schiedsrichterin, die einen Pressschlag zwischen Michael Fink und Felix Nolte als Foulspiel im Hanauer Strafraum bewertete und sofort auf den Punkt deutete. Muhamet Afiri verwandelte sicher zum Endstand.

So gingen Michael Fink und seine Mannen geschlagen vom Platz und wussten nicht so recht, wie ihnen geschehen war. Die gebotene Leistung war fraglos stark und macht Hoffnung auf die nächsten Begegnungen- weiter geht’s am Freitag, 15. November 2019 um 20 Uhr bei der FV Bad Vilbel. Vorbericht folgt.

Schon jetzt der Hinweis, dass die am 19. Oktober abgesagte Partie gegen Rot-Weiss Walldorf am Mittwoch, 20. November 2019 nachgeholt wird. Zugleich wurde das Heimrecht getauscht; gespielt wird somit auf dem Kunstrasenplatz „An den Sportplätzen“ in 64546 Mörfelden-Walldorf. Die Rückrunden-Begegnung im Mai 2020 findet dann an der Kastanienallee statt.

Unsere Aufstellung in Stadtallendorf: Armend Brao, Sascha Ries (87. Elmir Sekeric), Michael Fink, Ljubisa Gavric, Tim Fließ, Julian Purcell, Tolga Talha Ünal, Kahraman Damar, Tim Franz, Dennis Gogol (87. Engin Arslan), Feta Suljic (66. Betim Mezini).

Tore: 1:0 (16.) Kevin Vidakovics, 2:0 (57.) Jascha Döringer, 2:1 (65.) Kahraman Damar, 3:1 (FE; 84.) Muhamet Arifi.

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Baunatal). Assistenten: Leon Kanwischer, Nico Eberhardt.

Zuschauer: ca. 430.

Besondere Vorkommnisse: gelb-rote Karte gegen Tolga Talha Ünal (66.).

stadtallendorf

 

 

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