1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

93er machen Aufstiegs-Relegation klar:

Am Ende 1:1 und 9:9 im Hanauer Stadtderby!

Das war ein heißer Tanz vor gut 300 Zuschauern an der Kastanienallee! Ein typisches Derby, mit einer spielerisch guten ersten Halbzeit, mit Kampf und Hektik im zweiten Durchgang. Neun gelbe und vier gelb-rote Karten verteilte Schiedsrichter Hauser, so dass am Ende beide Teams nur noch je zu neunt auf dem Platz standen. Das Ergebnis indes war gerecht, hatten die Gäste im ersten Durchgang dominiert, so bestimmten die 93er nach der Pause zumeist das Geschehen. Da Rot-Weiß Walldorf den 1. FC Erlensee mit 7:2 abfertigte, steht der Aufsteiger als Meister und Aufsteiger in die Hessenliga fest; der FC Hanau 93 bewahrte seinen 7-Punkte-Vorsprung auf den HSC und kann bei noch zwei ausstehenden Begegnungen nicht mehr von Relegationsplatz 2 verdrängt werden.

Somit hat Michael Fink, der erst in dieser Woche das Traineramt beim HFC übernommen hatte, bereits sein erstes Saisonziel erreicht. Durch das Comeback von Daniyel Cimen nach langer Verletzungspause ergab sich die kuriose Situation, dass der Meistertrainer des FC Gießen (Daniyel Cimen) und sein Spieler (Michael Fink) an der Kastanienallee mit umgekehrten Rollen antraten- Cimen als Spieler, Fink als Trainer. Hinzu kam das (starke) Debut von Neuzugang Armend Brao im Tor; Jörn Kohl kehrte für den gesperrten und verletzten Tim Fließ in die Startelf zurück, und da Khaibar Amani erkrankt ausfiel, stand Ahmad Raafat ebenfalls in der Startelf.

1960 begann offensiv- die Mannschaft ließ erkennen, dass sie ihre letzte, wenn auch nur noch theoretische Chance auf Platz 2 unbedingt nutzen wollte. Laufintensives Spiel, flotte und sichere Kombinationen- den Gästen gehörte die Anfangsphase, in der die 93er sich erst einmal finden mussten und zudem im Angriffszentrum Khaibar Amani schmerzlich vermisst wurde. Torchancen waren jedoch auf beiden Seiten Mangelware; zu gut standen beide Defensiv-Abteilungen. Der Chronist verzeichnete lediglich einen Flachschuss von Patrick Gischewski (9.), der jedoch Keeper Jannis Pellowski wenig Mühe bereitete.

In der 36. Minute dann die Gästeführung; ein Freistoß aus halbrechter Position segelte in den HFC-Strafraum, die Kugel landete vor den Füßen von Ali Mahboob, und gegen dessen Spannschuss war Armend Brao chancenlos, zumal ihm die „Vollversammlung“ im eigenen Strafraum die Sicht nahm. Direkt nach dem Wiederanpfiff beinahe der Ausgleich, doch Feta Suljic verzog am linken „langen“ Eck vorbei. Kurz vor der Halbzeit flog die Kugel nach einem Pressschlag zwischen Sascha Ries und Jannis Pellowski vor das leere Gästetor, doch niemand war zur Stelle, um abzustauben.

Mit der Hereinnahme von Dennis Gogol bewies Neu-Coach Michael Fink ein goldenes Händchen, denn der Youngster erzielte in der 66. Minute den viel umjubelten Ausgleich- wurde von Kahraman Damar angespielt, zog nach innen und schoss aus rund 18 Metern flach und millimetergenau neben den linken Pfosten ein.

In der verbleibenden Spielzeit rückte der Unparteiische mehr und mehr in den Mittelpunkt. Hatte er bereits in der ersten Halbzeit dreimal gegen Spieler des SC 1960 Hanau sowie gegen Velibor Velimir den gelben Karton gezückt, so erhöhte er nun die Frequenz und schickte bis zum Abpfiff je zwei Kontrahenten beider Teams vom Platz. Wobei ihn besonders der Sechziger Semih Aydilek nach seiner „Ampelkarte“ aufs Heftigste attackierte; mehrere Mitspieler mussten ihn abdrängen und konnten ihn erst im dritten Anlauf vom Platz geleiten.

Natürlich versuchten die Gäste in der Schlussphase nochmals, den Siegtreffer zu erzielen, verfehlten jedoch mit zwei Flachschüssen knapp das 93er-Tor. Auf der anderen Seite boten sich den Gastgebern nun mehrmals Konterchancen, die aber nicht präzise genug zu Ende gespielt wurden.

So blieb es am Ende beim insgesamt leistungsgerechten Unentschieden, das die 93er in die Aufstiegs-Relegation brachte, die am 2. und 8. Juni zur Austragung kommen wird (zuvor stehen sich bereits die Vertreter der Verbandsligen Nord und Mitte gegenüber). Wo gegen wen gespielt wird, steht derzeit noch nicht fest. Weiter geht’s mit dem (aus 93er-Sicht) bedeutungslos gewordenen Spiel bei den Sportfreunden Frankfurt (Sonntag, 19. Mai, 15 Uhr) sowie am 22. Mai mit dem Kreispokal-Halbfinale. Ja, schon in zehn Tagen das Wiedersehen mit dem Lokalrivalen SC 1960 Hanau im Herbert-Dröse-Stadion. Ob aus dem Fußballspiel dann wieder ein Kartenspiel wird?

Unsere Aufstellung: Armend Brao, Sascha Ries, Daniyel Cimen, Christoph Prümm, Jörn Kohl, Velibor Velemir, Ahmad Raafat, Kahraman Damar, Patrick Gischewski (89. Enis Muratoglu), Ilker Bicakci (67. Elmir Skeric), Feta Suljic (46. Dennis Gogol).

Tore: 0:1 (36.) Ali Mahboob, 1:1 (66.) Dennis Gogol.

Schiedsrichter: Alexander Hauser (Schwalbach am Taunus). Assistenten: Simon Henninger, Kevin Hammerschlag.

Zuschauer: ca. 300.

Besondere Vorkommnisse: Gelb-rote Karten für Ahmad Raafat (1893; 71.), Markus Hofmeier und Semih Aydilek (1960; 85. und 90.), Velibor Velimir (1893; 92.).

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