1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Die 93er jubeln auch im Jubiläumsjahr:

Erfolgsgeschichte fortgeschrieben!

2018 wurde der 1. Hanauer FC 1893 125 Jahre alt (oder jung?). Hessens ältester Fußballverein präsentierte sich in seinem Jubiläumsjahr frisch und erfolgreich und setzte den Aufwärtstrend der letzten Jahre fort. Die Punktspielsaison 2017/18 wurde in der Verbandsliga Hessen-Süd mit einem für einen Aufsteiger exzellenten dritten Tabellenplatz abgeschlossen. Hinzu kam der Gewinn des Kreispokals am 21. Mai 2018 im Herbert-Dröse-Stadion (1:0 n. V. gegen den SC 1960 Hanau).

2018 kamen die 93er aus dem Feiern kaum mehr heraus. Das große Vereinsjubiläum wurde mit einer beeindruckenden Akademischen Feier im Comoedienhaus Wilhelmsbad begangen (23. März). Bereits am 3. Februar gab es gegen den alten Rivalen aus Zeiten der Hessenliga und der 2. Liga Süd, Viktoria Aschaffenburg, ein Jubiläums-Freundschaftsspiel (1:2). Im Foyer der Sparkasse Hanau wurde Januar/Februar eine Fotoausstellung mit Höhepunkten aus 125 Jahren Vereinsgeschichte präsentiert. Und am 20. April waren Hanaus Ehrenbürger, Rudi Völler, und DFB-Präsident Reinhard Grindel zu Besuch beim HFC im Rahmen einer Talkrunde in den Räumlichkeiten der Sparkasse Hanau.

Dennoch wurden die sportlichen Ziele auch 2018 nicht aus den Augen verloren. Hanau 93 ging mit einer sehr guten Ausgangsposition nach der Winterpause ins Rennen der zweithöchsten hessischen Amateurklasse, der unser Traditionsverein erstmals nach rund 30 Jahren Abstinenz wieder angehörte. Mit 32 Punkten und dem 5. Tabellenplatz war man voll im Soll. Und der Start ins Jahr 2018 gelang; mit einem hart erkämpften 2:1-Auswärtssieg beim Hessenliga-Absteiger Rot-Weiß Darmstadt wurden drei weitere wichtige Punkte eingefahren. Überschattet wurde der Erfolg von der schweren Verletzung (Kreuzbandriss), die sich Neuzugang Michel Gschwender kurz vor Spielschluss zuzog- er sollte bis zum Saisonende ausfallen.

Es folgte am Freitag, 9. März unter Flutlicht und bei strömendem Regen eine herbe 0:5-Niederlage beim Tabellenführer und späteren Meister FV Bad Vilbel. „Einer gnadenlosen Effizienz unterlegen“, wurde der Spielbericht überschrieben- während bei den Gastgebern nahezu jeder Schuss ein Treffer war, rackerte sich der HFC vergeblich ab und wurde weit unter Wert geschlagen, haderte auch mit mehreren Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns.

Die Mannschaft zeigte sich jedoch davon gleich wieder gut erholt, gewann das Nachbarschafts-Derby gegen den Absteiger SG Bruchköbel mit 4:0 und ließ ein 3:1 gegen die TS Ober-Roden folgen. Im Flutlichtspiel am Steinheimer Pfaffenbrunnen zog man dann jedoch am 29. März gegen den starken Tabellenzweiten und späteren Vizemeister Türk Gücü Friedberg mit 0:2 den Kürzeren. Damit war die Chance, sogar im Kampf um die Aufstiegsplätze zur Hessenliga noch mitmischen zu können, faktisch dahin- zu groß mittlerweile der Rückstand auf die beiden führenden Clubs.

Die Folge waren eine ernüchternde 0:4-Niederlage bei der abstiegsbedrohten Urberacher Viktoria sowie ein mageres 0:0 an der heimischen Kastanienallee gegen Eintracht Wald-Michelbach. Aber dann ging doch nochmals ein Ruck durch das Team. Man wollte unbedingt die Saison als bester Aufsteiger beenden, und man wollte die frisch errungene Nr.-1-Position in der Stadt und im Fußballkreis Hanau behaupten. Wie wir heute alle wissen- beides gelang.

Den Auftakt bildete ein 4:2-Auswärtssieg bei Mitaufsteiger Viktoria Nidda. Hochsommerliche Temperaturen und ein zweimaliger Rückstand konnten die 93er an diesem Tag nicht umwerfen; Siegeswille und Moral waren plötzlich wieder da. Das wurde eine Woche später mit einem 2:1 gegen Sandzak Frankfurt bestätigt. Auch vom Ausflug in den Taunus, zur TSG Usingen, brachte man einen souverän herausgespielten Dreier mit (3:0), und Vatanspor Bad Homburg musste auf der Heinrich-Sonnrein-Sportanlage nach einem 3:1-Sieg ebenfalls die Segel streichen.

Zwischenzeitlich hatte die Mannschaft (so ganz „nebenbei“) auch das Finale im Kreispokal erreicht. Die Stationen dahin waren in 2018 der SV Wolfgang (4:0), der VfR Kesselstadt (2:1 n. V.) und die Dörnigheimer Germania (2:0). Vielleicht dachten einige im Team bereits an das bevorstehende Endspiel am Pfingstmontag- und man fuhr mit einem „letzten Aufgebot“, bedingt durch Verletzungen, Erkrankungen und berufliche Abwesenheits-Gründe, zum FC Bensheim und handelte sich dort eine enttäuschende 2:5-Niederlage im letzten Auswärtsspiel der Saison ein.

Nun richteten sich alle Blicke auf das Saison-Finale 2018; es standen sozusagen zwei Endspiele um die inoffizielle Hanauer Stadtmeisterschaft an. Zunächst das Pokal-Finale am Pfingstmontag; nur sechs Tage später das letzte Punktspiel der zu Ende gehenden Verbandsliga-Saison. Das Pokalfinale hatte mit fast 1.500 Besuchern eine tolle Kulisse; akustisch wie optisch klar dominiert von den HFC-Supporters. Auf dem Spielfeld sah es lange Zeit nach einem „Nichtangriffs-Pakt“ aus; nach 90 Minuten 0:0, nach der ersten Hälfte der Verlängerung noch immer torlos. Erst dann begann das Spiel richtig, gab es Torraumszenen und Chancen, mit Vorteilen für die 93er, und schließlich ganz kurz vor knapp den viel umjubelten Siegtreffer durch Spielertrainer Christoph Prümm im Anschluss an einen Bicakci-Freistoß.

Für die Torflaute im Pokal-Endspiel entschädigt wurde das Publikum knapp eine Woche danach an der Kastanienallee. Die 93er siegten nach wechselvollem Verlauf am Ende verdient mit 4:3, schlossen die Saison mit 10 Punkten Vorsprung vor dem Stadtrivalen SC 1960 ab und hatten diesen in den drei Pflichtspielen 2017/2018 dreimal besiegt (3:2, 1:0 und 4:3).

In die Sommerpause geht es also mit einer stolzen Bilanz als bester Aufsteiger, Tabellendritter, Nr. 1 in Hanau und als Kreispokalsieger, zugleich qualifiziert für die Regionalspiele im Hessenpokal ab dem Sommer/Herbst 2018.

Vor dem Start in die Verbandsliga-Saison 2018/2019, in die der FC Hanau 93 sehr ambitioniert gehen wird, bekommt das treue Hanauer Publikum im Jubiläumsjahr ganz besondere fußballerische Leckerbissen serviert: Am Freitag, 6. Juli gastiert Regionalligist Kickers Offenbach an der Kastanienallee (19 Uhr); am Sonntag, 8. Juli tritt Zweitbundesligist SV Darmstadt 98 um 16 Uhr im Hebert-Dröse-Stadion an. Wann hat es zuletzt solch herrliche Fußballzeiten in Hanau und für und durch die 93er gegeben?

Abschlusstabelle 2017-2018

 

 

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