1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Barockstadt gerockt und geschockt:

93er gewinnen 2:1 in Fulda!

Wer hätte das dem FC Hanau 93 zugetraut- einen 2:1-Auswärtssieg beim Aufstiegsaspiranten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz! Und das nach den beiden Heimniederlagen gegen Türk Gücü Friedberg und Viktoria Griesheim in der vergangenen Woche. Und das beim Ausfall von gleich vier Innenverteidigern- neben Tim Fließ, Kevin Effiong und Enis Muratoglu musste nach dem Warmmachen auch noch Ljubisa Gavric passen; für ihn rückte kurzfristig Kristijan Bejic ins Team, Tolga Talha Ünal verstärkte die Defensive.

Dabei schien die Partie für den HFC unter keinem guten Stern zu stehen; wegen einer Reifenpanne auf der A 66 kamen mehrere Spieler verspätet in Fulda an. Deshalb wurde mit rund 20 Minuten Verspätung angepfiffen. Vor dem Beginn des Spiels gedachten alle im Stadion Johannisau der Opfer des terroristischen und antisemitischen Anschlags von Halle an der Saale.

Kaum hatte die Begegnung begonnen, da lagen die 93er auch schon mit 1:0 in Führung. Salvatore Bari hatte die Kugel auf Höhe der Mittellinie erobert, zwei, drei schnelle Pässe über die linke Außenbahn und ein mega-cooler Feta Suljic, der am langen Pfosten frei stand und halbhoch platziert versenkte.

So gehörte dem Gast aus Hanau ganz klar die Anfangs-Viertelstunde, auch belegt durch einen Weitschuss von Salvatore Bari, den Fuldas Keeper Tobias Wolf mit den Fingerspitzen über die Querlatte lenkte (13.).

Dann aber die ersten gefährlichen Aktionen der Hausherren. Der in der Defensive überragende Michael Fink klärte in höchster Not zur Ecke (15.).Das Zeichen für die SG Barockstadt, nun mehr Druck aufzubauen, und so fiel fast zwangsläufig in der 24. Spielminute der Ausgleich, als Fulda-Lehnerz rechts durchgebrochen war und Patrick Schaaf mit trockenem Flachschuss ins lange Eck traf.

Kurz darauf hatte Julian Purcell im Anschluss an einen Damar-Freistoß die Chance zur erneuten Führung, doch sein Schuss aus halbrechter Position war nicht hart und platziert genug, so dass Wolf halten konnte. Auf der Gegenseite sorgte Armend Brao mit einem Super-Reflex bei einem knifflig abgefälschten Schuss dafür, dass es bis zur Pause beim 1:1 blieb.

Obwohl die SGB nach dem Wiederanpfiff bemüht war, auch weiterhin Druck aufzubauen und mit schnellem Direktspiel für Gefahr im Hanauer Strafraum zu sorgen, waren es erneut die 93er, die zuschlugen. Mannschaftskapitän Kahraman Damar hatte sich im Mittelfeld durchgesetzt und Kristijan Bejic präzise angespielt. Der kurvte von halblinks nach innen und beförderte das Runde mit einem Kunstschuss halbhoch ganz rechts ins Eckige- 2:1 für die 93er!

Nun wurden die Gastgeber noch offensiver; dafür boten sich dem HFC in zunehmendem Maße Konterchancen. 67.: Der wie immer eminent lauffreudige, vorbildliche Kämpfer Kahraman Damar erobert den Ball, leitet weiter zu Salvatore Bari, dessen scharfe Hereingabe Kahra knapp verpasst und danach Feta Suljic ans Außennetz zimmert. Wenig später eine Klasseflanke des eingewechselten Dennis Gogol, doch Kahras artistische Volley-Abnahme flog über das Fuldaer Gehäuse. Und noch eine Großchance zur Vorentscheidung: Uwe-Bein-Gedächtnis-Pass von Salvatore Bari auf (natürlich) Kahraman Damar, der jedoch knapp an Tobias Wolf scheitert, der den Flachschuss gerade noch am rechten Pfosten vorbeilenken kann.

Die verbleibenden rund 15 Spielminuten gerieten zu einer einzigen Abwehrschlacht gegen die anrennenden Gastgeber. Zweimal noch geriet der Sieg der 93er in Gefahr: bei einem Treffer auf die Latten-Oberkante und bei einer neuerlichen Glanzparade von Armend Brao. Auch Schiri Alexander Hauser sorgte noch für erhöhten Pulsschlag, zeigte vier Minuten Nachspielzeit an und pfiff die sehr faire Begegnung dann erst nach insgesamt 97 Minuten ab- ohne ersichtlichen Grund, denn in der Nachspielzeit hatte es keine nennenswerten Unterbrechungen mehr gegeben.

Umso größer und lautstarker war dann der Jubel bei der Mannschaft, ihrem Betreuerteam und den mitgereisten Fans. Die Fink-Truppe verdiente sich den Sieg mit einer klugen und konsequent umgesetzten taktischen Einstellung, mit enormer Laufbereitschaft und einem unbändigen Kampf- und Siegeswillen. Aus einer Mannschaft, in der es keinen Schwachpunkt gab, ragten Michael Fink, der praktisch jeden Zweikampf gewann und im und am Strafraum ganz klar „Herr der Lüfte“ war, heraus; dazu einmal mehr Tolga Talha Ünal an seiner Seite im Defensiv-Verbund und das Mentalitäts- und Laufwunder Kahraman Damar, dem alle als Krönung seiner exzellenten Leistung ein Tor von Herzen gegönnt hätten. Nicht zu vergessen aber auch Armend Brao, der mehrmals toll parierte und große Ruhe und Sicherheit ausstrahlte.

Auswärts somit weiterhin unbesiegt, in der Tabelle wieder stabilisiert und das Selbstvertrauen nach dem Coup von Fulda gehörig aufpoliert: Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn nicht auch im nächsten Heimspiel am Samstag, 19. Oktober 2019 (15 Uhr) auf der Heinrich-Sonnrein-Sportanlage gegen Rot-Weiß Walldorf etwas möglich wäre…

Unsere Aufstellung: Armend Brao, Sascha Ries, Michael Fink, Tolga Talha Ünal, Julian Purcell, Kahraman Damar, Tim Franz, Patrick Gischewski (64. Elmir Sekeric), Feta Suljic (71. Angelo De Carvalho), Kristijan Bejic (62. Dennis Gogol), Salvatore Bari.

Tore: 0:1 (2.) Feta Suljic, 1:1 (24.) Patrick Schaaf, 1:2 (54.) Kristijan Bejic.

Schiedsrichter: Alexander Hauser (Schwalbach am Taunus). Assistenten: Dennis Jantz, Mark-Oliver Ney.

Zuschauer: ca. 700.

Besondere Vorkommnisse: keine.

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