1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Drei mega-wichtige Punkte eingefahren:

93er gewinnen 4:2 in Steinbach!

Mag sein, dass man bei kritischer Betrachtung sagen muss: Das war nicht das Beste, was die 93er in Steinbach gespielt haben- im Vergleich zu ihrem Potenzial. Ziemlich sicher, dass in den nächsten Trainingseinheiten vor allem einige Leichtsinnigkeiten in der Defensive bei eigenem Ballbesitz angesprochen werden. Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass das Auswärtsspiel beim SV Steinbach und die dort geholten drei Punkte bei einem Saisonrückblick als immens wichtig für den gesamten Verlauf der Spielzeit 2019/2020 angesehen werden.

Mit dem Erfolg kletterten die 93er auf den 11. Tabellenplatz; da auch die Konkurrenten Viktoria Griesheim, Rotweiß Walldorf, FV Bad Vilbel, Türk Gücü Friedberg und SV Neuhof punkteten, ist der Sieg umso wertvoller.

Bei herbstlicher Witterung übernahm der HFC sofort auf dem idyllisch gelegenen Sportplatz „Im Mühlengrund“ die Initiative. Folgerichtig die frühe Führung; eingeleitet durch Sascha Ries, der einen weiten Diagonalball technisch perfekt annahm und die Rechtsflanke so gefährlich vors Tor der Gastgeber brachte, dass deren Abwehrspieler Sebastian Bott per Direktabnahme fast zwangsläufig zum Eigentor-Schützen wurde. Wenige Minuten später wurde der agile Feta Suljic nach einem tollen Sololauf erst in letzter Sekunde abgeblockt.

Ausgerechnet der einmal mehr enorm zweikampfstarke Tim Fließ servierte dann den Gastgebern deren erste Torchance, eroberte den Ball mustergültig, schenkte ihn aber sofort per Fehlpass wieder her- ein Pfostenschuss war die Folge, erste Schrecksekunde auch für den wieder zahlreich mitgereisten, lautstarken Anhang des FC 93.

Enis Muratoglu setzte mit einem verunglückten, weil viel zu kurzen Rückpass auf Armend Brao wenig später noch einen oben drauf; diesmal trafen die Steinbacher die Querlatte des HFC-Kastens. Kurz darauf parierte „Mango“ Brao einen sehr gut geschossenen Freistoß.

Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt unmittelbar vor der Halbzeitpause erhöhten die 93er dann auf 2:0. Feta Suljic hatte sich von links durchgetankt und flankte in Richtung „langer Pfosten“, wo Oktay Bulut eingelaufen war und mitsamt der Kugel ins SVS-Tor sprang.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Hausherren mit aller Macht auf den Anschlusstreffer; Hanau 93 wurde minutenlang in der eigenen Hälfte festgenagelt. Trotz etlicher Freistöße und Ecken sprang dabei aber nichts Zählbares heraus. Besser machte es der HFC: Ecke von Kahraman Damar, am „kurzen Pfosten“ von Enis Muratoglu per Kopf verlängert, und erneut stand Oktay Bulut blank und drosch das Leder mit rechts volley in die Maschen. Nach einer guten Stunde war damit die Vorentscheidung gefallen.

Oder doch nicht? Einmal nachlässig in der Defensive, zu weit weg von den Gegenspielern, und Steinbachs Bester, Sasa Dimitrijevic, schlenzte den Ball sehenswert mit dem rechten Außenrist halbhoch ins Tor; nur noch 1:3.

Die Antwort von Hanau 93 ließ aber nicht lange auf sich warten; ein Konter mit dem Attribut „schulmäßig“ führte zum 1:4. Kahraman Damar hatte sich das Leder am eigenen Strafraum erkämpft, gewann danach das Laufduell gegen einen Steinbacher Gegenspieler und schlug aus vollem Lauf einen Diagonalball über mehr als 50 Meter zum mitgelaufenen Tim Franz in Rechtsaußen-Position. Dessen Maßflanke fand den wenige Minuten zuvor eingewechselten Salvatore Bari, der sich ganz humorlos mit Saisontreffer Nr. 6 bedankte. Von Strafraum zu Strafraum vergingen wohl kaum 10 Sekunden…

Salva Bari hatte sechs Minuten später nach einem Konter gar das 5:1 auf dem Fuß, doch Sasa Dimitrijevic konnte für seinen bereits geschlagenen Keeper auf der Linie klären.

In der Nachspielzeit fiel dann noch der zweite Gegentreffer, einmal mehr ausgelöst durch einen komplett unnötigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung- der Ärger über die zahlreichen Klöpse seiner Abteilung Abwehr vermieste Spielertrainer Michael Fink, der selbst sehr stark spielte, beinahe die Freude über den Sieg und die drei Punkte.

Hier den Hebel vor den beiden Heimspielen gegen Türk Gücü Friedberg am Donnerstag, 3.10. (15 Uhr) sowie am Sonntag, 6.10. (ebenfalls 15 Uhr) gegen Viktoria Griesheim anzusetzen, könnte ausschlaggebend dafür sein, ob der HFC nun weiter in der Erfolgsspur bleibt oder nicht. Denn nicht jeder Gegner wird die angebotenen Geschenke dankend ablehnen, wie es die wackeren Steinbacher taten. Stark spielte das Mittelfeld mit Tolga Talha Ünal, Tim Franz und Laufwunder Kahraman Damar, und auch die Chancenverwertung durch die Offensive war diesmal absolut ok.

Entwarnung konnte nach Spielschluss bei Betim Mezini gegeben werden. Unser Langzeitverletzter war in der 76. Minute aufs Feld gekommen und musste bereits sieben Minuten später verletzungsbedingt wieder herausgehen; offenbar handelte es sich jedoch nur um eine schmerzhafte Prellung am rechten Schienbein.

Unsere Aufstellung: Armend Brao, Sascha Ries, Michael Fink, Enis Muratoglu, Kristijan Bejic, Tim Fließ, Tim Franz, Tolga Talha Ünal, Kahraman Damar, Oktay Bulut (76. Betim Mezini/83. Patrick Gischewski), Feta Suljic (68.Salvatore Bari).

Tore: 0:1 (10.) Eigentor Sebastian Bott, 0:2 (44.) Oktay Bulut, 0:3 (66.) Oktay Bulut, 1:3 (72.) Sasa Dimitrijevic, 1:4 (75.) Salvatore Bari, 2:4 (90. + 5) Michael Wiegand.

Schiedsrichter: Volker Höpp (Ranstadt). Assistenten: Christian Golditz, Olaf Kehne.

Zuschauer: ca. 150.

Besondere Vorkommnisse: keine.

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