1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Es war mal wieder Drama:

0:3 noch in Remis umgewandelt!

Über eines braucht sich der gemeine HFC-Fan nicht zu beklagen: Dass die Hessenliga-Saison 2020/21 nicht abwechslungsreich verliefe. Da war der Breitwandfußball von Fernwald, da waren die rauschenden Heimsiege gegen Bad Vilbel und Hadamar, da war das Desaster von Walldorf, und nun war auch mal wieder Drama an der Reihe: Schier aussichtsloser 0:3-Rückstand beim SV Zeilsheim und am Ende ein 3:3, das auch noch in einen Sieg hätte verwandelt werden können…

Das war das berühmte „Wechselbad der Gefühle“, dem vor allem der wieder zahlreich angereiste 93er-Anhang im Frankfurter Stadtteil Zeilsheim ausgesetzt war. Eine fast komplett verschlafene erste Halbzeit, was nur teilweise auf die (wegen der gelb-roten Karten für Semi Sentürk und Wessam Abdel-Ghani vom vergangenen Mittwoch erzwungenen) Umstellungen zurückzuführen war. Michael Fink hatte Neuzugang Dominique Jourdan neben Ljubisa Gavric ins Deckungszentrum beordert, spielte selbst im defensiven Mittelfeld vor der Abwehr, unterstützt u. a. von Gianluca Alessandro, der sein Startelf-Debut feiern durfte. Den in weinrot gekleideten Gästen fiel aber im ersten Durchgang gegen die tief gestaffelt stehenden Gastgeber nicht viel ein; so gab es vor der Pause keinen einzigen torgefährlichen Abschluss für Hanau 93.

Zeilsheim hingegen konterte nach Balleroberungen bzw. Hanauer Fehlpässen immer wieder schnell und äußerst zielstrebig, erarbeitete sich mehrere gute Torchancen und ging folgerichtig durch zwei Treffer von Josef Sultani in Führung. Die hätte fast sogar 3:0 gelautet, doch Dillon Fosuhene verfehlte kurz vor dem Pausenpfiff aus spitzem Winkel das leere Tor, nachdem er  bereits Armend Brao umkurvt hatte.

Das Versäumte holte dann Raffael Grigorian wenig später nach, und obwohl der HFC mittlerweile endlich in die Zweikämpfe kam, nachsetzte, Bälle eroberte und auch offensiv endlich zielstrebiger zu Werke ging, schien die Partie damit verloren zu sein.

Konnte man Michael Finks Truppe bis dahin einiges ankreiden- nun zeigte sie jedoch große Moral und begann endlich damit, druckvollen Fußball zu spielen. Varol Akgöz brachte die Seinen mit seinen Saisontreffern Nr. 8 und 9 wieder auf Schlagweite heran. Sogar ein lupenreiner Hattrick war drin, doch sein zweiter Kopfballtreffer in Spielminute 61 wurde wegen Stürmerfouls nicht gegeben- eine etwas umstrittene Situation, die man auch zu Gunsten des Angreifers hätte auslegen können.

So war es Cem Kara vorbehalten, mit einem herrlichen Rechtsschuss von der Strafraumgrenze den Ausgleich zu erzielen. In der packenden Schlussviertelstunde spielten beide Teams auf Sieg, doch es blieb beim insgesamt leistungsgerechten Unentschieden, trotz mehrerer guter Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Der starke Patrick Gischewski scheiterte zweimal äußerst knapp mit Distanzschüssen; auf der anderen Seite klatschte ein Flachschuss des eingewechselten Carlos McCrary an den Innenpfosten des Hanauer Tores. Dazu noch die Rote Karte gegen Ljubisa Gavric knapp eine Viertelstunde vor Feierabend wegen einer Notbremse.

Und die Moral von der Geschicht‘?

  1. In der Hessenliga darf kein Gegner unterschätzt werden- man muss über die gesamte Spielzeit laufen, kämpfen, ackern, denn nur so kommt man auch ins Spielen.
  2. Semi Sentürk und Wessam Abdel-Ghani sollten einen Stress-Bewältigungskurs belegen, damit sie in den verbleibenden Spielen der Saison nicht erneut unnötige Platzverweise und Spielsperren kassieren. Sie werden nämlich gebraucht (und wir freuen uns auf ihre Rückkehr ins Team am Samstag, 3. Oktober 2020, wenn es um 15 Uhr an der Kastanienallee gegen Viktoria Griesheim geht).
  3. Auch ein 0:3-Rückstand ist mit Moral und Kampfgeist noch aufholbar.
  4. Varol Akgöz ist Gold wert.

Unsere Aufstellung in Walldorf: Armend Brao, Rico Kaiser, Dominique Jourdan, Ljubisa Gavric, Tarik Sejdovic, Gianluca Alessandro (46. Dennis Gogol), Michael Fink, Cem Kara, Patrick Gischewski, Feta Suljic (61. Sascha Ries), Varol Akgöz.

 

Tore: 1:0 und 2:0 (17., 29. Min.) Josef Sultani, 3:0 (48.) Raffael Grigorian, 3:1 und 3:2 (59., 67. Min.) Varol Akgöz, 3:3 (74.) Cem Kara.

Schiedsrichter: Alessandro Scotece (Mörfelden-Walldorf). Assistenten: Steffen Ruh, Terlan Tavasolli.

Zuschauer: ca. 180.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte wegen „Notbremse“ für Ljubisa Gavric (78.).

 

Bericht: Hans Jung

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