1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Glücklich und doch klar verdient:

1:0-Heimsieg gegen Rot-Weiß Darmstadt!

Ein glücklicher Sieg, weil das „goldene Tor“ durch einen Spieler der Gastmannschaft erzielt wurde. Aber dennoch ein klar verdienter Erfolg, weil Hanau 93 vor allem in der 1. Halbzeit dominierte und sich über die gesamten fast 95 Minuten ein deutliches Chancenplus erspielte.

Noch wichtiger als Spielverlauf und –ausgang allerdings ist die Nachricht, dass ein kleiner HFC-Fan, der einige Minuten vor Spielschluss den Ball mit vehementer Wucht aus kurzer Distanz an den Kopf bekam, dabei gottlob nicht ernsthaft verletzt wurde. Glück im Unglück, dass er an der Stirn getroffen wurde und nicht auf Nase und Mund… Verursacher des Zwischenfalls war ausgerechnet Damiano Gruner, der Schütze des „goldenen Tores“. Sofort sprintete HFC-Physiotherapeut Fabian Deines von der Auswechselbank quer über das Sportplatz-Areal und kümmerte sich um den noch benommenen Jungen und seinen Vater. Sportlich-fair schließlich auch die Geste des Darmstädter Spielers, der nach Abpfiff über die Bande flankte und den beiden nachlief, um sich zu entschuldigen und sich nach dem Befinden des Jungen zu erkundigen. Entwarnung und gute Nachricht für alle, die den Zwischenfall mitbekommen hatten: Dem kleinen HFC-Fan geht’s gut, wie eine vorsorgliche Untersuchung im Krankenhaus erbrachte.

Zurück zum Spiel. Das Trainer-Duo hatte die Viererkette der 93er neu geordnet mit Enis Muratoglu und Jörn Kohl in der Innenverteidigung, Sascha Ries und Michel Gschwender auf den Außenbahnen sowie Tim Fließ und Tolga Talha Ünal davor als Doppel-Sechs. Resultat: Im ersten Durchgang kein einziger Torschuss der Gäste; in der zweiten Halbzeit, als sie den Ausgleich erzwingen wollten, lediglich zwei Schüsse knapp an Jens Westenbergers Kasten vorbei; der HFC-Keeper musste während der gesamten Partie kein einziges Mal ernsthaft eingreifen.

Wobei besonders die Glanzleistung von Enis Muratoglu an diesem Tag hervorzuheben ist. An der Seite des routinierten Neuzugangs Jörn Kohl, der gleichfalls sehr stark spielte, gewann er praktisch alle Zweikämpfe, war der „Herr der Lüfte“ und schaltete sich auch immer wieder mit präzisen Pässen ins Umschaltspiel ein, machte dadurch Gegenangriffe wesentlich schneller, als wenn zunächst Quer- oder Rückpässe gespielt werden.

Die Anfangsphase der Begegnung war recht zerfahren; der Besitz des Spielgeräts wechselte in bunter Folge. Nach etwa einer Viertelstunde bekamen dann aber die 93er das Geschehen mehr und mehr in den Griff, entwickelten etliche gute Spielzüge, vermochten aber den „letzten Pass“ oder die entscheidende Flanke nicht mit der nötigen Genauigkeit zu spielen. Ein Kopfball von Khaibar Amani knapp über das gegnerische Tor und ein Pfostenschuss von Feta Suljic waren zunächst die einzige Ausbeute.

Die nächste gute Kombination der Gastgeber führte dann zum 1:0: Langer Steilpass auf Sascha Ries, und dessen flache, scharfe Hereingabe beförderte Damiano Gruner in den rechten oberen Torwinkel des eigenen Gehäuses (26. Minute).

Bis zum Pausenpfiff hatten Feta und Khaibar weitere gute Chancen, wobei einem Treffer des HFC-Goalgetters wegen Stürmerfouls die Anerkennung versagt blieb. Er hatte sich in Gerd-Müller-Manier im Strafraum Platz verschafft und aus der Drehung heraus eingeschossen, aber solches wird im Fußball wohl nur einem bajuwarischen Hinterteil gestattet…

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste aus Südhessen deutliche Vorteile beim Ballbesitz, nicht aber bei den Torchancen. Denn während die Rot-Weißen zwar zweimal gefährlich zum Abschluss kamen, das Tor jedoch jeweils knapp verfehlten, boten sich dem HFC mehrmals gute Chancen bei schnellen Gegenstößen. Ilker Bicakci, der eingewechselte Patrick Gischewski und Tim Fließ prüften wiederholt Marc Radermacher im Gästetor, doch letztlich blieb es beim knappen, aber verdienten 1:0.

Unsere Aufstellung: Jens Westenberger, Sascha Ries, Enis Muratoglu, Jörn Kohl, Michel Gschwender, Tim Fließ, Tolga Talha Ünal (74. Velibor Velemi), Ilker Bicakci, Kahraman Damar (85. Jaouad El Kaddouri), Feta Suljic (67. Patrick Gischewski), Khaibar Amani.

Tor: 1:0 (26.) Damiano Gruner (Eigentor).

Schiedsrichter: Patrick Werner (Groß-Gerau). Assistenten: Julien Scherthan, Benedict Ruff.

Zuschauer: ca. 100.

Besondere Vorkommnisse: siehe Bericht.

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