1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Tag der verpassten Gelegenheiten:

1:2 gegen SG Bornheim/GW Frankfurt!

Das ging schon nicht mehr auf die sprichwörtliche Kuhhaut, was der FC Hanau 93 an diesem Sonntag an Möglichkeiten liegen ließ: ein verschossener Strafstoß, eine Vielzahl weiterer hochkarätiger Torchancen- dazu die Niederlagen der unmittelbaren Konkurrenz (Rot-Weiß Walldorf gegen Germania Ober-Roden 0:2; Viktoria Urberach gegen SC 1960 Hanau 1:0): Der HFC hätte mit einem Sieg die Tabellenführung zurückerobern und den Vorsprung auf den Lokalrivalen HSC auf sieben Zähler vergrößern können. Hätte, wäre, könnte- dafür gibt es aber am Ende leider nichts…

Vor Spielbeginn gedachten die Mannschaft sowie alle Anwesenden des unlängst verstorbenen, langjährigen Mannschaftsbetreuers Oliver „Olli“ Woitas. Hanau 93 spielte ganz in Schwarz; auf den Trikots aller Spieler und Offizieller des HFC war der Name „Woitas“ zu lesen.

Vom Anpfiff weg übernahmen die Hausherren das Kommando, begünstigt durch die stark defensive Haltung der Gäste. Bornheim/Grün-Weiß baute in der eigenen Hälfte zwei Viererketten auf, und selbst die beiden verbliebenen „Spitzen“ beschäftigten sich fast ausschließlich mit Defensivarbeit. Logische Folge unter anderem, dass im ersten Durchgang kein Schuss auf Jens Westenbergers Tor abgegeben wurde; bei der einzigen Schusschance der Frankfurter in der 13. Minute flog die Kugel mehrere Meter links am Gehäuse vorbei.

Auf der anderen Seite hatte Kahraman Damar schon in der 2. Spielminute eine erste Großchance, doch sein Kopfball auf Flanke von Ilker Bicakci war zu zentral und konnte vom sicheren Gästekeeper Gianluca Colombo abgefangen werden.

In der Folgezeit mühten sich die 93er, ein Loch in den Gäste-Beton zu bohren, doch deren engmaschiger Defensivverbund wies nur selten Lücken auf. Egal, ob man es mit langen Diagonalbällen auf Ilker Bicakci oder Sascha Ries versuchte oder mit Kurzpassspiel durch die Mitte: Immer war ein Abwehrbein dazwischen oder der Pass nicht genau genug; zudem tappten die 93er auch wiederholt ins Abseits. Dennoch kamen Tim Fließ, Kaharaman Damar und Feta Suljic zu mehreren Einschussmöglichkeiten, jedoch ohne Erfolg.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der HFC nochmals den Druck, kam durch Tim Fließ und Kahraman Damar zu weiteren Chancen, die jedoch erneut ungenutzt blieben. In der 55. Minute der erste Ballkontakt des gerade eingewechselten Patrick Gischewski: Steilpass in den Gäste-Strafraum auf Sascha Ries, der vom herausstürzenden Torhüter zu Fall gebracht wird. Die Folge. Strafstoß. Diesen schoss Khaibar Amani jedoch zu unplatziert, so dass Colombo die Kugel zur Ecke abwehren konnte. Diese führte Capitano Damar aus, fand den Kopf von Khaibar Amani, doch dessen Kopfball wurde von einem Abwehrspieler von der Torlinie gekratzt. Haareraufen allenthalben…

Angriff auf Angriff rollte nun auf das Gästetor, und –endlich- in der 72. Minute wurde das Anrennen belohnt, als Khaibar Amani eine Gschwender-Flanke ins Tor drückte. Doch die Führung währte nur gut eine Minute; praktisch im Gegenzug kam die SG Bornheim/Grün-Weiss Frankfurt zu einer Ecke von rechts, und die konnte Niklas Troll nahezu unbedrängt zum Ausgleich einköpfen.

In der Folgezeit versuchten die 93er alles, um doch noch den ersehnten Heimsieg einzufahren; die beste Chance hatte Spielertrainer Christoph Prümm (88.), doch sein Kopfball nach Flanke von Kahraman Damar flog ganz knapp über den linken Torwinkel.

So hatten sich alle bereits mit dem Remis abgefunden, als die Gäste in der Nachspielzeit einen letzten Angriff nach einem HFC-Fehlpass im Mittelfeld fuhren. Die Situation schien eigentlich schon entschärft, der Frankfurter Angreifer bereits weit nach links abgedrängt, doch er brachte noch einen Flachpass vors Hanauer Tor zustande. In diesen lief Ilker Bicakci unglücklich hinein und schob die Kugel unten rechts ins eigene Tor.

Natürlich stellte das Ergebnis den Spielverlauf total auf den Kopf. Denn die 93er diktierten das Spielgeschehen nahezu komplett, während die Gäste nach dem Motto „Hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott“ agierten. Hanau 93 vergab an diesem Tag einfach zu viele Torchancen, hätte sich zudem bei mehr Genauigkeit im Aufbauspiel noch weitere Möglichkeiten erarbeiten können. Zudem verschlief man die Situation nach der eigenen 1:0-Führung beim anschließenden Eckball komplett- der Anfang vom (unglücklichen) Ende.

Einerseits hat sich durch die gleichzeitigen Niederlagen der beiden Tabellennachbarn die Situation nicht verschlechtert. Andererseits blieb die Chance, am 28. Spieltag einen „Big point“ zu landen, ungenützt.

Am kommenden Wochenende gehen drei Punkte kampflos an den HFC (Rückzug von Sandzak Frankfurt), am Dienstag nach Ostern (23. April) spielt man bei Germania Dörnigheim um den Einzug ins Kreispokal-Halbfinale. Bis zum Heimspiel gegen die TSG Usingen (27.4.) also etwas Zeit, Luft zu holen, tief durchzuatmen und sich für die Schlussphase der Saison 2018/19 vorzubereiten.

Unsere Aufstellung: Jens Westenberger, Sascha Ries, Christoph Prümm, Jörn Kohl, Michel Gschwender (85. Enis Muratoglu), Tim Fließ, Ilker Bicakci, Velibor Velemir (55. Patrick Gischewski), Kahraman Damar, Khaibar Amani, Feta Suljic.

Tore: 1:0 (72.) Khaibar Amani, 1:1 (73.) Niklas Troll, 1:2 (93.) Ilker Bicakci (Eigentor).

Schiedsrichter: Joschka Pfeifer (Rimbach). Assistenten: Nikolas Czypull, Fabien Mink.

Zuschauer: ca. 200.

Besondere Vorkommnisse: Khaibar Amani vergibt Foulelfmeter (56.).

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Gedenken an unseren verstorbenen Mannschaftsbetreuer Olli Woitas.

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Gedenken an unseren verstorbenen Mannschaftsbetreuer Olli Woitas.

 

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Am Ende war alles Anrennen vergebens, wie auch dieser Flankenlauf von Michel Gschwender.

 

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