1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Trotz couragierter und engagierter Leistung:

93er unterliegen Rot-Weiß Hadamar 1:3!

Da waren sich selbst die oft Kritischen unter den Hanauer Zuschauern einig: Nach dieser läuferisch und kämpferisch starken Vorstellung hätte der HFC im Duell mit dem SV Rot-Weiß Hadamar einen Punkt absolut verdient gehabt. Über 90 Minuten bot man dem Hessenliga-Topteam aus der Fürstenstadt Paroli, war spielerisch gleichwertig und erarbeitete sich auch mindestens gleich viele Torchancen wie die Gäste. Alleine- am Schluss stand ein 1:3 auf dem Zettel, und so gingen alle drei Punkte in den südlichen Westerwald.

Trotz des interessanten Gegners hatten nur knapp 100 Besucher den Weg an die Kastanienallee gefunden. DFB, DFL und die TV-Sender sollten sich einmal Gedanken darüber machen, wie sehr sie dem Amateurfußball schaden, wenn am Samstag Nachmittag ein Topspiel der Bundesliga live und in voller Länge im „Free-TV“ übertragen wird. Da helfen dann auch keine Einblendungen netter Image-Filmchen während der Sportschau weiter, in denen „unsere Amateure“ dann als „echte Profis“ gefeiert werden…

Die 93er mussten auf ihre etatmäßigen Außenverteidiger Sascha Ries (Virus-Erkrankung) und Julian Purcell (beruflich verhindert) verzichten; ihre Aufgaben übernahmen Tolga Talha Ünal (rechts) bzw. Dennis Gogol.

Bei milden, fast frühlingshaften Temperaturen gelang den Hausherren in der dritten Spielminute die erste sehr sehenswerte Kombination. Ausgehend von Kahraman Damar wanderte die Kugel über Salvatore Bari zu Feta Suljic, der aus guter Position jedoch zu hoch zielte.

Hadamar meldete sich in der 10. Minute erstmals zu Wort, als Torjäger Leon Burggraf, sträflich freistehend, einen Kopfball knapp neben das von Armend Brao gehütete Gehäuse setzte. Wenig später erneut der HFC nach Balleroberung im Mittelfeld mit gutem Spielzug, doch Salvatore Baris Schuss wurde vom RWH-Keeper Christopher Strauch pariert.

Nach einer guten Viertelstunde die Gäste-Führung. Tolga Talha Ünal konnte den quirligen Jerome Zey nicht stellen, und der schloss mit unhaltbarem Schuss von der Strafraumgrenze ab.

Die nächste hochkarätige Chance hatten dann wieder die 93er; Kahraman Damar hatte von links aus vollem Lauf geflankt, und Feta Suljics Kopfball lenkte Strauch per Glanzparade zur Ecke. So ging es mit dem 0:1 in die Kabinen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff waren sich RWH-Abwehrchef Mirko Dimter und sein Schlussmann einen Moment nicht einig. Salvatore Bari „roch den Braten“ und spitzelte das Leder Richtung Tor, traf jedoch nur den rechten Pfosten.

Statt des Ausgleichs fiel wenig später das 0:2. Tim Franz, der längst die Position mit Tolga Talha Ünal getauscht hatte, wurde vom schnellen Jerome Zey überlaufen, und abermals hatte Armend Brao gegen dessen trockenen Schuss aus halblinker Position keine Abwehrchance.

Doch die 93er resignierten nicht. Vielmehr erzielten sie in der 57. Spielminute durch Salvatore Bari den Anschlusstreffer. Vorausgegangen waren eine Balleroberung im Mittelfeld und ein Flankenlauf von Feta Suljic über die rechte Außenbahn. Wenig später entschärfte Armend Brao einen Gewaltschuss von Leon Burggraf- natürlich boten sich den Gästen nun zunehmend Konterchancen, da die 93er Risiko gingen, um den Ausgleich erzielen zu können. Und so wurde es ein offener Schlagabtausch, ein packendes Kampfspiel. Die aufgerückten Ljubisa Gavric und Michael Fink hatten das 2:2 auf dem Fuß, doch entweder ging’s knapp über den Kasten, oder der Schuss wurde doch noch abgeblockt; zudem rettete Ex-HFCler Michel Gschwender einmal in höchster Not für Rot-Weiß auf der Torlinie.

In der Schlussphase dann noch zwei Gelegenheiten für Hadamar gegen die weit aufgerückten 93er; eine davon schloss Leon Burggraf kurz vor dem Abpfiff zum entscheidenden 1:3 ab.

Die Schilderung von Spielverlauf und Torchancen zeigt, wie greifbar nahe und auch verdient für den FC Hanau 93 in diesem temporeichen und gutklassigen Spiel ein Remis war bzw. gewesen wäre. Auch wenn man am Ende der sehr fairen Begegnung mit leeren Händen dastand- auf diese Leistung kann man aufbauen, zeigte sie doch einmal mehr, dass man auch den Mannschaften aus der Hessenliga-Spitzengruppe auf Augenhöhe begegnen kann. Am Samstag, 9. November geht es zum derzeitigen Spitzenreiter, Eintracht Stadtallendorf- Vorbericht folgt.

Unsere Aufstellung: Armend Brao, Tolga Talha Ünal (69. Betim Mezini), Ljubisa Gavric, Tim Fließ, Dennis Gogol, Michael Fink, Kahraman Damar, Tim Franz, Oktay Bulut (54. Engin Arslan), Feta Suljic, Salvatore Bari.

Tore: 0:1, 0:2 (16., 51. Min.) Jerome Zey, 1:2 (57.) Salvatore Bari, 1:3 (88.) Leon Burggraf.

Schiedsrichter: Alexander Hauser (Schwalbach am Taunus). Assistenten: Kevin Steinmann, Jakob Hirschberg.

Zuschauer: ca. 100.

Besondere Vorkommnisse: keine.

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