1. Hanauer FC 1893 e.V.
Hessens ältester Fußballverein
1. Hanauer FC 1893 e.V.

Der Triumph im Stadion:

93er gewinnen den „Maximo“!

Ein Fußballfest mit Happy end für den HFC- das war das Hanauer Stadtderby zum Auftakt der Verbandsliga-Saison 2017/18. Vor prachtvoller und stimmungsvoller Kulisse, akustisch klar dominiert von den HFC-Supporters, gab es ein tolles, dramatisches und gutklassiges Spiel zu sehen.

Die Partie begann wegen des großen Zuschauer-Andrangs mit zehnminütiger Verspätung. Nur wenige Minuten dauerte die Aufwärm- und Abtastphase beider Kontrahenten, und schon ging die Post ab. In Minute 11 zeigte der HSC erstmals seine Gefährlichkeit bei Standards, als im Anschluss an einen Eckball Serhat Yildiz vollkommen blank stand und zur Führung einköpfte. Jens Westenberger, der bereits in der 6. Minute einen Freistoß-Kracher aus gut 35 m Torentfernung entschärft hatte, war hier chancenlos.

Nur acht Minuten später schlugen die 93er zurück. Ecke Kahraman Damar, der abgewehrte Ball kommt erneut zum Käpt‘n, und dessen präzise Rechtsflanke findet den aufgerückten Abwehrchef Christoph Prümm. Kopfball, Tor und zum ersten Mal Hochstimmung im HFC-Fanblock.

15 Minuten lang dann etwas ruhigeres Spiel, zumeist im Mittelfeld, ehe die Gastgeber erneut in Führung gingen. Auch diesmal nach einem ruhenden (Eck-) Ball, auch diesmal per Kopf- 2:1 durch Kosuke Komiya. Damit ging es in die Pause.

Auch wenn 1960 nach dem Seitenwechsel noch zwei gute Torchancen hatte (unter anderem Jens Westenberger in der 75. Minute per Glanzparade einen Weitschuss aus dem Torwinkel kratzte)- das Kommando übernahmen nun mehr und mehr die Gäste. Mit einem Traumtor glichen sie in der 52. zum zweiten Mal die HSC-Führung aus. Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte schickte der überragende Michael Fink Sascha Ries per Steilpass auf die Reise, und dessen Rechtsflanke wuchtete Kahraman Damar per Flugkopfball in die Maschen- da flog beim Jubel des 93er-Anhangs beinahe das altehrwürdige Tribünendach im Herbert-Dröse-Stadion weg!

Je länger die Partie andauerte, desto deutlicher wurde die Überlegenheit der Gäste; bei den 1960ern schienen gleichermaßen die Kräfte zu schwinden. Zwangsläufig gab es mehr und mehr Großchancen für 93; Christian Fischer, Christoph Prümm und Kahraman Dammar scheiterten jeweils nur knapp.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit zeigte vor allem Mannschaftskapitän Kahraman Damar, dass man unbedingt den Dreier im Derby wollte: Er startete in der eigenen Spielhälfte einen unwiderstehlichen Sololauf, hängte Günay Günel ab und bediente den mitgelaufenen Patrick Gischewski. „Gische“ zimmerte die Kugel, als wäre es das Selbstverständlichste auf dieser Welt, mit högschder Präzision in die entfernte, vom Schützen aus gesehene rechte untere Torecke. Nun erbebte das Stadion ein weiteres Mal in seinen Fundamenten…

Kurz darauf war Schluss, und die Mannschaft, ihre Betreuer und Trainer, die Sportliche Leitung, die Fans feierten, als sei eine weitere Meisterschaft errungen worden. Bemerkenswert die sportlich-faire Gratulation seitens des unterlegenen SC 1960 Hanau nach dem Abpfiff der Begegnung, die zu Recht in die Hanauer Fußballchroniken Eingang finden wird, als eines der besten und schönsten Fußballspiele der letzten Jahre in der Brüder-Grimm-Stadt. Beide Teams hatten daran ihren Anteil; nach Einschätzen des Chronisten ein absolut verdienter Sieg des FC Hanau 93, der unglaublich viel Moral bewies, zweimal einen Rückstand ausglich und am Ende nicht nur mehr Power, sondern auch einen absoluten Siegeswillen in die Waagschale werfen konnte, die sich dann auch prompt zu seinen Gunsten neigte.

Bei den 93ern gab es keinen Ausfall an diesem besonderen Tag. Herausragend im Mittelfeld Neuzugang Michael Fink mit unerschütterlicher Ruhe am Ball, großartiger Spielübersicht und präzisen Pässen. Stark auch die Vorstellung von Ilker Bicakci, dessen Soli vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder begeisterten, sowie der wie aufgedreht spielende Mannschaftskapitän Kahraman Damar, der schließlich mit Tor und Torvorbereitung zum Matchwinner avancierte. Chapeau, HFC- auf diese Leistung kann man mit Fug und Recht mega-stolz sein, und darauf kann man nun aufbauen. Besser kann ein Saisonstart nicht sein.

Unsere Aufstellung: Jens Westenberger, Sascha Ries, Christoph Prümm, Daniyel Cimen, Ahmed Raafat, Michael Fink, Tolga Talha Ünal (70. Jerome Boos), Patrick Gischewski, Enrico di Natale (60. Christian Fischer), Kahraman Damar, Ilker Bicakci (87. Dennis Gogol).

Tore: 1:0 (1.) Serhat Yildiz, 1:1 (19.) Christoph Prümm, 2:1 (34.) Kosuke Komiya, 2:2 (52.) Kahraman Damar, 2:3 (92.) Patrick Gischewski.

Schiedsrichter: Simon Heß (Heppenheim). Assistenten: Lukas Franke, Michael Herbert.

Zuschauer: ca. 1.500.

Besondere Vorkommnisse: keine

 Derby-Sieg

 Derby-Sieg

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